Mit der Linie K zum Königsforst. (1957), Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1957)

KVB und Bahnen der Stadt Köln im Wandel der Zeit : Mit der Linie K zum Königsforst. (1957)

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Im Rahmen eines Neubeschaffungsprogramms wiesen die „Bahnen der Hansestadt Köln“ den Fahrzeugen der Linie 18, die damals durch die gesamte Innenstadt fuhr, eine besondere Bedeutung zu. 1939 wurde speziell für diese Linie eine eigene Wagenserie von insgesamt 16 Triebwagen bei Westwaggon beschafft. Den elektrischer Teil der Triebwagen steuerte Siemens bei. Nach dem Krieg wurde die alte Linie 18 nicht wieder in Betrieb genommen. Ende der 1950er Jahre wurden die Farzeuge im Rahmen des Modernisierungsprogramms für den Einrichtungsbetrieb umgebaut und waren bis in die 60er Jahre im Einsatz. Am 12. September 1957 bekam der Fotograf einen modernisierten Zug als Linie K nach Königsforst vor die Linse.

Weitere Fotos aus dem Album "KVB und Bahnen der Stadt Köln im Wandel der Zeit"


23401_pn_140_0fbfad577ad66130bde77c8c2e41a68e0391224b

koelner51109  sagt:

Wenn ich die Wagen-Nr. des ersten Wagens mit 1837 richtig deute, handelt es sich nicht um einen Wagen der ehemaligen Rundbahn-Linie 18. Aufbauend auf dem Rundbahnwagen-Typ wurden 1941 fünfzehn weitere Wagen geliefert, die sich in Details von den Wagen der Linie 18 unterschieden. Der 1837 war einer dieser als T 23 bezeichneten Wagen. Die zwei Beiwagen sind B 36 der Baujahre 1951-1952. Sonntags, voll besetzt an der Steigung in Vingst, bzw. aus dem "Vingster Loch" nach Ostheim (die Brücke über den Vingster Ring gab es noch nicht), hatten die TW "ganz schön zu kämpfen".

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre