Lyskirchen und Leystapel, Am Leystapel, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1830)

Kirchen in Köln -ohne Dom- vor 1900 : Lyskirchen und Leystapel

Am Leystapel (50676 Altstadt-Süd)

Im Mittelalter legten hier die Oberländer Schiffe an, die Dachschiefer (früher Leyen genannt) vom Mittelrhein. Da Köln das Stapelrecht besaß, mussten die Händler die Ware, die zum Weitertransport auf einen anderen Schiffstyp umgeladen werden musste, zunächst in der Stadt feil bieten. Wenn dann noch etwas übrig blieb konnten sie damit ihre Reise fortsetzen.

Die Anlegestelle wird noch immer genutzt für die Freizeit- und Urlaubsschifffahrt.


Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Die älteste, erhaltene Pfarrkirche und kleinste romanische Kirche der Innenstadt. Ursprünglich hieß die Kirche St. Maria in Nothausen, nach dem kleinen Dorf, das hier lag. Im 12. Jahrhundert erscheint sie als Lisolphikirche. Erstmalig genannt wird sie in einer wohl gefälschten Urkunde von 948, obwohl die Legende ihre Entstehung weit zurück in die Frühzeit des kölnischen Christentum verlegt. Um 1220 begann der Neubau von St. Maria Lyskirchen. Von einer älteren Anlage hatte sich noch die Krypta erhalten. Das 16. Jahrhundert brachte dann die Umgestaltung der Fenster am Langhaus. Die Apsis wurde im 17. Jahrhundert in ihren heutigen Formen ausgeführt. 1614 wurde die große Holztür gefertigt. Interessant sind die Höhenmarken der Hochwasser, u.a. aus dem 15. Jahrhundert, währende der Rhein am 28.Februar 1784 bis an den Türsturz stieg. Auftretende Bauschäden führten 1856 zu umfassenden Planung einer Renovierung, die jedoch aus Geldmangel erst 1868 ausgeführt werden konnte. Die Bauleitung übernahm der bekannte Stadtbaumeister Raschdorff. Das Stammhaus der Familie Lyskirchen ist Pfarrhaus der Kirche St. Maria Lyskirchen. Holzstich aus Zeitung

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