Luftbild von Köln 1956, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1956)
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Album: Luftbild Innenstadt 1956

Luftbild Innenstadt 1956 : Luftbild von Köln 1956

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Diese Aufnahmen stammen von einem der wenigen großformatigen Glasnegative der 1950er Jahre. Neben der Gesamtaufnahme zeigen wir auch Ausschnitte. Dieses Foto eignet sich für Drucke bis 500 cm Länge.

Auch 11 Jahre nach Kriegsende sieht man auf diesem Luftbild die erheblichen Zerstörungen und großen geräumten Freiflächen. In der Bildmitte teilt die Aachener Straße und Hahnenstraße das Bild. Die Oper ist noch nicht fertig, die alte Oper steht noch am Habsburgerring.

Weitere Fotos aus dem Album "Luftbild Innenstadt 1956"


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koelner51109  sagt:

Die nicht so weit fortgeschrittene Bebauung des Griechenmarkt-Viertels hing mit der dort notwendigen Grundstücks-Neuordnung zusammen. In diesem Bereich gab es sehr viele Parzellen mit geringen Grundstücksgrößen. Zwischen 1954 und 1963 erfolgten die Umlegungsverfahren. Von ursprünglich über 900 Grundstücken blieben rd. 450 übrig. Mit der Reduzierung der Anzahl der Grundstücke ergab sich auch eine weitgehende Veränderung der Eigentümerstruktur. Statt vieler privater Eigentümer waren die Grundstücke im Eigentum der öffentlichen Hand bzw. weniger Wohnungsbaugesellschaften.

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre


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Michael Engel  sagt:

Interessantes Foto. Auffällig, dass der Wiederaufbau des Areals südlich des Neumarkts (rechte Bildeseite) weit weniger fortgeschritten ist als auf dem Rest des Bildes. Die relativ armen Viertel zwischen Neumarkt und Bächen waren im Krieg besonders stark zerstört worden, das Griechenmarktviertel nahezu vernichtet.

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre