Luftbild der Zerstörungen, Waidmarkt, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1942)
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Manfred  Weichert Manfred Weichert
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Album: Trümmerbeseitigung

Trümmerbeseitigung : Luftbild der Zerstörungen

Waidmarkt (50676 Altstadt-Süd)

Auf dem Waidmarkt wurde vor allem ein Gut gehandelt, nämlich die Färberpflanze Waid. Diese war ein wichtiger Rohstoff für die so genannten Blaufärber. Mit ihr färbten sie bergisches Leinen, welches unter anderem auch der Kleidung des kölschen Tünnes seine wohlbekannte Farbe verlieh.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die katholische Kirche St. Georg und das alte Polizepräsidium, welches seit März 2010 abgerissen wird. Der Brunnen in der Mitte des Marktes erinnert an den Heiligen Hermann Joseph.


Am unteren Bildrand der Rheinauhafen, im Zentrum der geschwungene Verlauf der Bäche, oben rechts der Wasserturm an der Kaygasse, links davon abgehend der Perlengraben. Der gesamte Bereich links und rechts der Bäche war bis zur Zerstörung im Kriege dicht bebaut. Die kleinen, viereckigen, dunklen Löcher markieren zerstörte Häuser.

Weitere Fotos aus dem Album "Trümmerbeseitigung"


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Werner Müller  sagt:

Auffällig das Straßendreieck aus Blaubach, Perlengraben und Severinsstraße in der rechten Bildhälfte. Das Bild zeigt die Situation nach dem 1000-Bomberangriff von Ende Mai 1942. Man weiß, in den folgenden Jahren kam alles noch viel schlimmer. Sehr gut zu sehen in der oberen Bildhälfte die verschwundene Stadtgeographie zwischen Rheinauhafen und Perlengraben. Der Bau der Severinsbrücke und ihrer Zufahrtswege löste die Quartiere nach herber Kriegszerstörung endgültig auf.

Geschrieben: vor fast 5 Jahre


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Volkssternwarte Köln  sagt: "Erste Volkssternwarte auf Luftbild von 1942"

Eine erste Spur von Kölns erster Volkssternwarte aus den 1930er Jahren findet sich hier auf dem Luftbild No. 161843. Es zeigt die südliche Altstadt im Jahr 1942 nach ersten grösseren Bombardierungen. Die Häuser am grossen Griechenmarkt in der Nähe des Wasserturms stehen hier noch. An der Stelle des heutigen Agrippabades fällt ein Haus mit L-Form auf, dessen nach Norden zeigender Seitenflügel einen weissen Kreis auf dem Dach zeigt. Das Trommeldach des Observatoriums auf unserem Foto No. 391692 von 1936! An den Bau grenzt Richtung Osten und Norden eine Freifläche an, die der Schulhof der die Sternwarte tragenden evangelischen Volksschule sein könnte. Auf diesen freien Platz fällt der schwarze Schatten des Hauses. Jetzt fehlen noch Fotos, welche den Schulbau von der Strasse oder dem Schulhof aus zeigen, ehe er 1943 vernichtet wurde.

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre