Kölsche Neger, Rudolfplatz, 50674 Köln - Altstadt-Süd (1948)
fotografiert von:
Walter Dick Walter Dick
1520 mal angesehen.
Album: Rote-Funken-Zug 1948

Rote-Funken-Zug 1948 : Kölsche Neger

Rudolfplatz (50674 Altstadt-Süd)


Sich das Gesicht schwarz anmalen und bunte (afikanische?) Kostüme anziehen, ist damals wie heute eine beliebte Verkleidung. Der Karneval bietet die Gelegenheit, einmal im Jahr ganz anders zu sein, in eine andere identität zu wechseln.

Weitere Fotos aus dem Album "Rote-Funken-Zug 1948"


1948 wurde von den britischen Besatzungsbehörden noch kein Rosenmontagszug erlaubt. Die Roten Funken zogen trotzdem vom Rathaus (damals noch im Allianz-Gebäude am Kaiser-Wilhelm-Ring) mit Wache und Spielmannszug auf die Ringe. Tausende Jecken nahmen teil. Es war nicht nur das Bedürfnis, in den Zeiten von Not und Elend nach dem jahrelangen Krieg Karneval zu feiern, sondern die Funken wollten auch ihr Jubiläum gebührend feiern. Die "Kölsche Funke rut-wieß vun 1823" wurden im Jahre 1948 125 Jahre alt.

Die tausenden Menschen, die den Zug der Funken am Straßenrand bejubelten, waren der Beweis dafür, dass die Kölner ihren Karneval wieder feiern wollten, dass sie auch in einer Zeit, wo noch immer Not und Elend und Hunger herrschten im Fastelovend zumindest für kurze Zeit all dies vergessen und vielleicht auch ein wenig verdrängen wolllten.

Auf einigen Fotos erkennt man, dass die Fubken wohl mit Spendendosen " ´mem Klingelbüggel" Geld sammelten. Es wäre zu fragen, ob dies für die Deckung der Unkosten oder als Sammlung für andere Zwecke geschah.