Kölner Stadtplan ca. 1910, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1910)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Kölner Stadtplan ca. 1910

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Zur Orientierung: Norden ist auf diesem Plan rechts, entsprechend ist oben Westen.

Dieser Plan, enststanden um 1910 lässt das Wachstum der Stadt und der Vororte zu Beginn des 20. Jhdts. erkennen. Teilweise ist die Innenstadt schon über den Eisenbahnring herausgewachsen. Über den Rhein ist im Süden die Südbrücke gebaut worden (Eröffnung 1909). Die Vororte sind links- wie rechtsrheinisch, wie auf der kleinen Nebenkarte oben links erklennbar, mehr und mehr zusammen gewachsen.

Der Streifen zwischen dem Eisenbahnring und den westlichen Vororten, ehemaliges Vorfeld der Befestigungsanlagen ist noch unbebaut und wird es auch bis in die 20er Jahre bleiben. Dieser langestreckte Streifen wird dann, dank der Bemühungen des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer(1876-1967), zur Grünanlage des Inneren Grüngürtels entwickelt.

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