Hafenanlagen am Rheinufer, Am Leystapel, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1865)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Hafenanlagen am Rheinufer

Am Leystapel (50676 Altstadt-Süd)

Im Mittelalter legten hier die Oberländer Schiffe an, die Dachschiefer (früher Leyen genannt) vom Mittelrhein. Da Köln das Stapelrecht besaß, mussten die Händler die Ware, die zum Weitertransport auf einen anderen Schiffstyp umgeladen werden musste, zunächst in der Stadt feil bieten. Wenn dann noch etwas übrig blieb konnten sie damit ihre Reise fortsetzen.

Die Anlegestelle wird noch immer genutzt für die Freizeit- und Urlaubsschifffahrt.


Bis zum Bau des Rheinauhafens (1898) spielte sich der gesamte Hafenbetrieb am Rheinufer ab. Segelbare Kähne, aber auch schon zwei Raddampfer machten an den Anlegern oder den Rampen fest. In Ermangelung von Kränen wurden die Lasten mit Manneskraft be- oder entladen. Die Lastenträger waren eine berüchtigte Truppe, die man als "Rhingroller" oder "Rhingkadetten" bezeichnete.

Hinter den Anlegern die Schiffbrücke und dahinter die alte Eisenbahnbrücke von 1859, die "Mussfall".
Links der Turm von Groß St. Martin und im Hintergrund die Türme von St. Kunibert.

Das Foto ist eine Arbeit (Stereo) des bekannten Fotografen Adolphe Braun(1812-1877) aus Dornach im Elsass.

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