Gitterportal, Neumarkt 1d, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1934)
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Heinrich Hecker Heinrich Hecker
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Album: Kunstschmiedearbeiten

Kunstschmiedearbeiten : Gitterportal

Neumarkt 1d (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Originale Bildbeschreibung: „Eingangsportal aus Eisen (kunstgeschmiedet)“ Kunsthaus Lempertz, Köln Das Portal überdauerte die Zerstörungen des Krieges. Das rechteckige zweiflügelige Portal ist noch heute bei „Lempertz“ in Gebrauch. Da es sich im Innenbereich befindet, ist eine aktuelle Aufnahme nicht möglich. Das halbrunde Oberteil wurde nach längerer Lagerung leider entsorgt.

Weitere Fotos aus dem Album "Kunstschmiedearbeiten"


Der Kunstschmied Heinrich Hecker betrieb seit 1914 eine große und renommierte Kunstschmiedewerkstatt. Seine Werkstatt befand sich in Köln Sülz. In Köln und im Umland schuf er mit seinen Mitarbeitern verschiedenste Metallbauarbeiten sowie eine große Zahl von Fenster- und Türanlagen für öffentliche Gebäude und private Bauherren. In einer Werbebroschüre aus den frühen 50er Jahren hat er einige seiner Arbeiten musterhaft vorgestellt. (Die in der Werbeschrift vorhandenen Aufnahmen sind für den Druck gerastert worden, so dass die Abbildungsqualität nach Scan und Bearbeitung leider nicht optimal ist.) Hecker stammte aus einer künstlerisch vorbelasteten Familie. Sein Bruder, Peter Hecker (1884-1971), war ein bekannter Maler, der vor Allem für seine Ausmalung von Kirchen bis heute bekannt ist. Eine Schwester Heckers war mit dem Maler Heinrich Windelschmidt (1884-1963) verheiratet. Hecker arbeitete mit bekannten Architekten zusammen. Er verweist auf Entwürfe von Clemens Klotz, Hein Nöcker, Wilhelm Riphahn und dem Dombaumeister Willy Weyres. Und er macht darauf aufmerksam, dass die meisten der Fotografien seiner Werke, die in den Kriegswirren zum großen Teil verloren gingen, vom bekannten Kölner Fotografen Hugo Schmölz gefertigt wurden. Einige wenige seiner Arbeiten haben die Zeiten überdauert. Beispielhaft sind zu nennen: die Türen, Portale und Fenster der Gerling Bauten in Köln, Innen- und Außenarbeiten am Funkhaus Wallrafplatz, Fenster und Türanlagen am Bundeshaus in Bonn Von einigen Arbeiten werden aktuelle Vergleichsaufnahmen vorgestellt: ein Gitter zwischen Vorraum und Dekagon in St. Gereon, ein zweiflügeliges Eingangsportal an einem Bürohaus auf dem Kaiser Wilhelm Ring und diverse Beispiele an den Gerling Bauten Die Abbildungen und weitere Informationen hat eine Enkelin von Heinrich Hecker zur Verfügung gestellt