Elendskirche, An St.Katharinen, 50678 Köln - Altstadt-Süd (1844)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Elendskirche - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

An St.Katharinen (50678 Altstadt-Süd)


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

An St.Katarinen Alte Quellen sagen, das um 1473 die Provisoren des Deutschen Ordenshospitals an St. Katarinen an der Ostseite des Fremdenfriedhofes eine dem hl. Erzengel Michael geweihte Kapelle errichtet haben sollen, deren Weihe bis 1528 nicht erfolgt sein soll. In der Folgezeit wurde die Gegend sehr vernachlässig, so dass sich Jacob de Groote, der Ältere ( 1587-1663 ) der Sache annahm und Ordnung schaffte und der Friedhof einfriedete. Durch eine Stiftung an der Kölner Universität vom 5. Mai 1655 soll er auch hierdurch als Miterbauer der 1765-71 errichteten Elendskirche beigetragen haben. Der Sohn von Jacob de Groote ( 1627-1681 ) stellte sich dann als besonderer Förderer der Kirche. Ihm verdanken wir dann auch einen Neubau der Kapelle mit vierkantigem Türmchen. 1676 erteilte er Arnold Gülich den Auftrag eine Mauer an dem Elendskirchhof zu errichten und eine bis an die Straße reichende Nebenkapelle zu errichten. Die neue Kirche wurde dann hl. Gregor dem Großen geweiht, St Michael wurde zweiter Patron. Eine 1695 geweihte Glocke erhielt daher die Inschrift „ Jacob de Groote, der Erbauer und Stifter der Kapelle zu Ehren Gregorius des Großen, ließ mich 1695 gießen. Johann Wickerath machte mich zu Köln.“ Die 1677 erbaute bzw. erweiterte Kirche war nach rd. 90 Jahren baufällig geworden und für den Gottesdienst zu klein und die beiden damaligen Provisoren Kanonikus Everhard und der Bürgermeister Franz Jacob Gabriel de Groote kamen überein, eine neue Kirche zu bauen. Quelle: Alt Köln, Peter Paul Trippen 1926 Neue Elendskirche Planfertiger der neuen Kirche war lt. Baukassenbuch von 1764 der Meister Speeth. Als Hauptbauleiter fungierte Nikolaus Krakamp. Am Sonntag, den 13. Januar 1765 fand der feierliche Abschied aus der alten Elendskirche nach der St. Katharinenkirche statt. Der Abbruch der alten Kirche begann mit dem Abbruch der 1748 gebauten Orgel durch den Orgelbauer. Die Mauererarbeiten konnten am 6. März 1765 beginnen und die Grundsteinlegung erfolgte am 10. März 1765. Am 5. Dezember 1765 konnte bereits der Richtbaum ( Maibaum) gesetzt werden. Am 18.April 1766 wurde der erste Nagel in die Schieferbedachung geschlagen und am 3.Juni 1766 das Kreuz und der Hahn auf dem Dachreiter befestigt. Der Kupferbeschlag des Dachreiters wurde dann am 14. September 1766 fertig. Der 1768 aufgestellte Hochaltar ist eine Stiftung von Bürgermeister Franz Jacob Gabriel v. Groote. Am 20.Mai 1768 war er inklusive des Bodenbelages im Chor fertig. Die Holzschnitzereien wurden von Bildhauer Johann Joseph Imhoff gefertigt. Der Altaraufbau in der Kapelle stammt vom Hochaltar der alten Elendskirche. Bis zum Jahre 1806 behalf man sich auch noch mit weiteren Teilen der alten Kirche. 1806 wurde dann beschlossen, zwei Marmornebenaltäre aus der ehemaligen Karthaus zu erwerben, die im Juli 1806 aufgestellt wurden. Das Holz für die Bänke wurde von de Groote geschenkt und im November 1768 die Orgel wieder aufgestellt. Die Glocken wurden dann im März 1769 aufgezogen Da der Weihbischof Franz Kaspar v. Sierstorff aus Altergründen die Benediezierung nicht vornehmen konnte, wurde diese dem Kanonikus Everhard de Grooze übertragen und am Sonntag, den 30 Oktober 1768ausgeführt. Die feierliche Konsekration vollzog sich dann am 15. September 1771. Quelle:Text aus Familienarchiv v Groote, Peter Paul Trippen.1930 Stich aus der Sammlung Weyer

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