ehemalige Franziskanerkirche St. Marien, Ulrichgasse 27, 50678 Köln - Altstadt-Süd (2010)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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ehemalige Franziskanerkirche St. Marien

Ulrichgasse 27 (50678 Altstadt-Süd)


Die Kirche und der zughörige Klosterbereich wurden in den Jahren 1952-1958 nach Planungen des Architekten Emil Steffann (1899-1968) für den Orden der Franziskaner errichtet. Der Komplex entstand auf dem Gelände des Vorgängerbaus, der aus dem Jahre 1882 stammte. Für die Verbreiterung der Ulrichgasse als Teil der autobahnähnlichen Nord-Süd-Fahrt musste die Bauflucht an dieser Stelle um ca. zwölf Meter zurückgenommen werden.

Ähnlich einer Reihe von Bauten aus dieser Zeit wurden auch beim Bau dieses Klosters Trümmerziegel verwendet. Nicht etwa als versteckter Notbehelf, sondern als bewusstes Gestaltungsmittel wollten die Architekten durch die Verwendung von Trümmerziegeln und anderen Trümmerüberresten den Willen aufzeigen, aus den Ruinen heraus, aber auch aus ihrer Tradition Neues zu schaffen, Neues wieder aufzubauen.

Nachdem die Franziskaner das Kloster aufgegeben hatten, war hier längere Zeit die Ausbildungsstätte für Diakone aus dem Laienstand untergebracht. Heute werden hier wohnungslose Männer und Frauen im Rahmen der kath. Obdachlosenseelsorge betreut. Weitere Informationen siehe hier.

Das Gebäude ist im Denkmalverzeichnis der Stadt Köln beschrieben. Durch Klick auf das Denkmalzeichen (Landeswappen NRW) auf der rechten unteren Seite des Fotos gelangen Sie zu der Beschreibung.

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