Die "neue" Hahnenstraße, Hahnenstr. 6, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1953)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Durchbruchstraße

Die "neue" Hahnenstraße

Hahnenstr. 6 (50667 Altstadt-Süd)


Ende der 30er Jahre wurde ein großer Durchbruch, eine breite Straßenverbindung zwischen dem Rudolfplatz (in der NS-Zeit Schlageter Platz), dem Neumarkt und dem Heumarkt  geschaffen. Ohne Rücksicht auf gewachsene Stadtviertel entstand ein breiter Straßenzug mit zwei Fahrstreifen in jeder Richtung und in der Mitte ein separater Gleiskörper für die Straßenbahn.

Nach dem Kriege plante der Architekt Wilhelm Riphahn (1889-1963) den Straßenzug als innerstädtischen Boulevard mit breiten Gehwegen, kleinen Ladenlokalen und geringfügig größeren Eckbauten. Die enorme Steigerung des Verkehrs hat diese Planungen und Ideen konterkariert. Teilweise wurden die Bürgersteige durch Parktaschen verkleinert, die Masse des Ost-West/West-Ost Straßenverkehrs sowie Straßenbahnen und Busse haben aus dem geplanten Boulevard eine tosende Verkehrsader gemacht, die wie ihr Pendant östlich des Neumarkts (Cäcilienstr. (Altstadt-Süd) die Stadt zerschneidet. Nur an wenigen Stellen können Passanten die Fahrbahnen und Gleise überqueren, die Aufenthaltsqualität entlang der Ladenzeilen ist höchst befragenswert, von Lärm und Abgasen gestört.

Das Bild zeigt die Einmündung des Apostelnklosters in die Hahnenstraße und das Britisch Centre "Die Brücke". Über die Dächer ragt der Turm des Richmodishauses und ganz rechts der Turm des alten Polizeipäsidiums an der Ecke Schildergasse und Krebsgasse. Noch ist der Straßenverkehr moderat, wenige Autos, ein Bus der Bundespost und ein Straßenbahnzug nach Müngersdorf mit Fahrzeugen aus den 20er Jahren.

Weitere Fotos aus dem Album "Durchbruchstraße"


Die Kartenausschnitte dieses Albums verdeutlichen die Situation zwischen dem Rudolfplatz im Westen und dem Heumarkt im Osten vor dem Bau des großen Straßenzuges Hahnenstr. (Altstadt-Süd), Neumarkt, Cäcilienstr. (Altstadt-Süd).

Der Neumarkt war von der Randbebauung allseits umschlossen. Im Westen gab es einen schmalen Durchgang vom Neumarkt zum Apostelnkloster bzw. Apostelmarkt. An der Westseite des Apostelnklosters stand das Apostelgymnasium dem geplanten Straßendurchbruch buchstäblich im Wege.

Die Hahnenstr. (Altstadt-Süd) verlief vom Hahnentor im Bogen zum Marsilstein.

Die Cäcilienstr. (Altstadt-Süd) war eine schmale Straße, die etwa am Cäcilienkloster endete. Von dort ging es durch ein Gewirr enger Gassen bis zum Heumarkt; eine direkte Verbindung vom Neumarkt zum Heumarkt bestand nur über den engen Straßenzug Schildergasse, Gürzenichstr.

Straßenbahnen fuhren nach Westen vom Neumarkt aus durch die Straßen Im Laach und Marsilstein/Schaafenstr.; nach Osten durch die kurze Cäcilienstr. (Altstadt-Süd), die Kämmergasse/Bachemstr. und die Bäche.