Die alte Oper, Rudolfplatz, 50674 Köln - Altstadt-Süd (1949)
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Walter Dick Walter Dick
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Album: Quer durch Köln 1949

Quer durch Köln 1949 : Die alte Oper

Rudolfplatz (50674 Altstadt-Süd)


Ansicht vom Rudolfplatz

Teile des Opernhauses wurden nach dem Krieg wieder genutzt. Es gab Probebühnen, Aufführungen (siehe Plakat in der Mitte des Hauses "Im Weissen Rössl"), in einem aufgebauten Boxring soll Peter Müller zeitweise trainiert haben und einige Abteilungen der Stadtverwaltung waren hier untergebracht. Aber der Bau wie so viele Bauten aus der Zeit des Historismus galt als überladen, altmodisch, verschnörkelt, kurzum unmodern. Also musste etwas Neues, Modernes her. Und, wie die Kommentare von Herrn Schroers und Herrn Engel aufzeigen, war das Opernhaus nicht das einzige Beispiel für den Abriss durchaus noch nutzbarer öffentlicher Bauten.

Das zugeordnete Foto # 38361 zeigt einige historische Fotos des alten Opernhauses aus ähnlicher Blickrichtung.

Weitere Fotos aus dem Album "Quer durch Köln 1949"


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Ulrich Hermanns  sagt: "Abriss der alten Oper"

Der Stadtrat beschloss im Jahre 1952 den Abriss des alten Hauses-Alt? Gerade mal fünfzig Jahre war der prächtige Bau, der den Krieg mit schweren Schäden aber durchaus noch nutzbar überstanden hatte. Nur die kleine FDP Fraktion stimmte gegen die Abrissbirne. Im Jahre 1958 wurden die Reste schließlich abgerissen. Die Trümmerziegel wurden übrigens für den Bau der Kirche St. Alban im Stadtgarten(Architekt Hans Schilling) verwendet.

Geschrieben: vor etwa 3 Jahre


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Stefan Robertz  sagt:

in welchem Jahr wurde die Alte Oper eigentlich endgültig abgerissen? Oder anders gefragt: wie lange hat man sie nach dem Krieg stehen lassen?

Geschrieben: vor etwa 3 Jahre


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Michael Engel  sagt: "Alte Oper"

Am besten man zitiert hier das kölsche Grundgesetz: Wat fott es, es fott.

Geschrieben: vor etwa 3 Jahre


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koelner51109  sagt: "Alte Oper"

Beiden Kommentaren stimme ich zu. Doch zum Abriss der Alten Oper kam es wohl hauptsächlich wegen des Zeitgeistes der fünfziger Jahre, der die Sachlichkeit der Architektur zum Credo erhob. "Protzbauten" entsprachen einfach nicht dem Zeitgeist. Für mich, wegen der Bauten des Dritten Reichs auch nachvollziehbar. In Frankfurt wollte man die Ruine der Alten Oper 1965 auch sprengen. Doch zu der Zeit war man schon weiter und kann ab August 1981 die wieder aufgebaute Alte Oper nutzen.

Geschrieben: vor etwa 3 Jahre


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Michael Engel  sagt: "@Stefan"

Volle Zustimmung, derlei Beispiele gibt es in Köln ja einige, zB das Hohenstaufenbad oder das alte Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes. Aus heutiger Sicht ist es unverständlich, dass das wenige das der Krieg dieser Stadt ließ dann noch aus oftmals spekulativen Gründen, euphemistisch in dieser Stadt Klüngel genannt, der Spitzhacke zum Opfer fiel. Antipreussischer Zeitgeist in der Architektur und ganz einfach Dummheit taten ein Übriges. Damit begann eine Epoche des architektonischen Mittelmaßes, die bis heute anhält und der Stadt Köln das Prädikat "häßlich" eingebracht hat, wenn man von Solitären wie einigen wenigen profanen Gebäuden, die romanischen Kirchen und natürtlich den Dom absieht. Hinzu kamen töricht große Verkehrsbauten, die die Verkehrsprobleme der Stadt heute nicht wirklich lösen, die Stadt aber als Lebensraum für Menschen trennen wie breite Flüsse oder Schluchten.

Geschrieben: vor etwa 3 Jahre


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Stefan Robertz  sagt:

Schade das man dieses wunderbare Gebäude nicht wieder aufgebaut hat! Wenn man sich anschaut was anstatt gebaut wurde... nicht zu fassen, ein Verbrechen!

Geschrieben: vor etwa 3 Jahre