Der Neumarkt und St. Aposteln, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1827)

Ansichten öffentlicher Plätze von 1827 : Der Neumarkt und St. Aposteln

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Sammlung von Ansichten öffentlicher Plätze, merkwürdiger Gebäude und Denkmäler in Cöln. Diese 25 Lithographien wurden 1827 vom Kölner Städtebaumeister Johann Peter Weyer beauftragt und von Anton Wünsch gefertigt. Um 1024 wurde die Kirche an der Römermauer und Strasse nach Aachen ,am westlichen Ende des Neumarktes, an der Stelle einer bereits bestehenden kleineren Kirche, erstellt. Erzbischof Pilgrim richtete in St. Aposteln ein Stift mit 40 Kanonikanern ein. Von den Stiftsherren von St. Aposteln wird allerdings der hl. Heribert als Gründer der Kirche betrachtet. Am 25.8.1036 verstirbt Erzbischof Pilgrim. Eine Tafel an Pilgrims Sarkophag teilt mit:" Im Jahre der Menschwerdung des Herrn 1036 am 25,. August starb Erzbischof Pilgrim, der Gründer der Kirche." Der Westturm wurde um 1150 angefügt und nach 1192 entstand nach einem Brand der östliche Kleeblattchor. Anfang des 13. Jahrhunderts werden die Schiffe der Basilika mit Wölbungen versehen. Seit 1802 wird die Kirche als Pfarrkirche genutzt. 1827

Weitere Fotos aus dem Album "Ansichten öffentlicher Plätze von 1827"