Der Neumarkt , Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Der Neumarkt

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.

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Ein weiteres Bild des Neumarkt in seiner alten, geschlossenen Form. An dem schmalen Durchgang auf der linken Seite befindet sich heute die breite Hahnenstraße, die zusammen mit ihrer Weiterführung in der Cäcilienstraße den Neumarkt zu einem Randplatz an einer Verkehrsader gemacht hat.

Natürlich waren schon in den 20er Jahren die Verkehrsprobleme in der Stadt problematisch geworden. (So mussten die Straßenbahnen vom Neumarkt nach Westen zum Rudolfplatz entweder durch die Mittelstraße oder durch den Straßenzug Marsilstein / Schaafenstraße fahren.)

Aber ob es notwendig war den Durchbruch genannten Straßenzug so breit und trennend auszubauen ist doch fraglich. Der Stadtplaner Speer hat zu Recht auf dieses Problem hingewiesen.

Man betrachte nur einmal die Situation an der Süd/Ost Ecke des Neumarkt gegenüber dem Haubrichhof, wo sich in beiden Richtungen Radfahrer und Fußgänger wartend stauen, den Straßenbahnen und Autos den Vorrang zu geben haben und sich bei grün schnellstens über den schmalen Übergang regelrecht quetschen müssen. Weitere gefahrlose Übergänge liegen erst in großer Entfernung. Cäcilienkloster/Antonsgasse; Hohe Straße/Hohe Pforte

Und ob es wirklich ein großer Schaden für den Stadtbahnbetrieb ist, wenn die Bahnen im Schritttempo fahren? Und wenn die Autos auch nur 30 km/h fahren, wäre auch schon eine Menge geholfen.

Und da wir schon beim Träumen sind: Es müsste doch möglich sein, den Durchgangsverkehr auf der Südseite des Neumarkt zu konzentrieren. Vielleicht würde er dann wieder ein Platz und keine riesige Verkehrsinsel.

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