"Civil Casino" vor dem Abriss, Cäcilienstr., 50667 Köln - Altstadt-Süd (1930)
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"Civil Casino" vor dem Abriss

Cäcilienstr. (50667 Altstadt-Süd)

Ebenso wie die ehemalige Kirche, die sich an ihrer Seite befindet, erhielt die Straße ihren Namen in Anlehnung an die römische Heilige St. Cäcilia. Wie so viele andere wichtige Persönlichkeiten der Kirchengeschichte, starb sie den Märtyrertod.

Im Mittelalter wurde in Köln das Cäcilienkloster gegründet, bei dem es sich um einen adligen Damenstift handelte - die Kirche, die heute das Schnütgen-Museum beherbergt, entstand im 12. Jahrhundert. An der Straße befinden sich unter anderem die Volkshochschule und das "Belgische Haus". Dieses war 1950 das erste ausländische Kulturinstitut Kölns. Es ist Sitz des Generalkonsulats, des Verkehramtes und zahlreicher belgischer Verbände.

Die Cäcilienstraße verbindet den Neumarkt mit der Augustinerstraße. Gekreuzt wird sie von der Nord-Süd-Fahrt und der Hohe Straße.


Adresse: Augustinerplatz 7

So wie es für die Offiziere einer militärischen Einheit ein "Kasino" als Ort von Geselligkeit und militärischer Freizeitgestaltung gab, so wollte auch die Bürgerschaft des wilhelmischen Zeitalters über eine solche Einrichtung verfügen. Das Kölner "Civil Casino" befand sich in der Nähe von St. Maria im Kapitol am Augustinerplatz. Dieser Platz verschwand, als Ende der dreißiger Jahre die breite "Durchbruchstraße", die Cäcilienstr. (Altstadt-Süd), zwischen Neumarkt und Heumarkt entstand. Der Augustinerplatz befand sich etwa dort, wo heute die Große Sandkaul und die  Hohe Str. auf die Cäcilienstr. (Altstadt-Süd) treffen.

Das Foto zeigt das Gebäude kurz vor dem Abriss. Die wenig geschmückte Fassade mit ihrer strengen Symmetrie und dem säulengeschmückten Portikus war ein Beispiel klassizistischer Architekturvorstellungen.

Der Name Kasinostr. erinnert bis heute an diese Einrichtung.

 

Auf dem Augustinerplatz stand das Bismarckdenkmal, die ältere und kleinere Kölner Version eines Standbildes für den "Eisernen Kanzler".

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