Blick auf die zerstörte Altstadt vom Malakoff-Turm, Am Leystapel, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1946)
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Blick auf die zerstörte Altstadt vom Malakoff-Turm

Am Leystapel (50676 Altstadt-Süd)

Im Mittelalter legten hier die Oberländer Schiffe an, die Dachschiefer (früher Leyen genannt) vom Mittelrhein. Da Köln das Stapelrecht besaß, mussten die Händler die Ware, die zum Weitertransport auf einen anderen Schiffstyp umgeladen werden musste, zunächst in der Stadt feil bieten. Wenn dann noch etwas übrig blieb konnten sie damit ihre Reise fortsetzen.

Die Anlegestelle wird noch immer genutzt für die Freizeit- und Urlaubsschifffahrt.


Im Vordergrund St. Maria Lyskirchen. Man erkennt die im Wesentlichen unbeschädigten Gewölbe. Links im Hintergrund der quadratische Turm der Trinitatiskirche. Dieser Kirchenbau ist die älteste protetantische Kirche Köln, die als solche erbaut wurde. (1857-1860)

Bis zur Besetzung durch die Franzosen 1794 war Protestanten die Religionsausübung in Köln verboten, es gab daher auch keine evangelische Kirche. Napoleon wies den Protestanten die Antoniterkirche in der Schildergasse als Gottehaus zu. Mit der Übernahme Kölns durch die Preussen (1815) nach dem Wiener Kongress nahm die Zahl der aus dem Osten zuwandrnden Protestanten zu. So wurde ein weiterer evangelischer Kirchenbau notwendig, die Trinitatiskirche.

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