Baubaracke, Perlengraben, Köln - Altstadt-Süd (1948)
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Manfred  Weichert Manfred Weichert
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Album: Trümmerbeseitigung

Trümmerbeseitigung : Baubaracke

Perlengraben ( Altstadt-Süd)

Der 1106 entstandene Graben, an dem die sog. Pellen gerichtet wurden, speiste sich aus dem Duffesbach. In der Nähe des Duffesbaches (heute unterhalb Rothgerberbach/Blaubach) wurden bis ins 19. Jahrundert Felle und Tierhäute verarbeitet. Im Perlengraben, im Mittelalter "Pellergraben" genannt (von lat. pellio, Kürschner), waren die Fellpflücker oder Gerber ansässig. Sie siedelten hier seinerzeit am Stadtrand an wegen des erheblichen Gestanks, den ihre Arbeit mit sich brachte.

Von 1735 bis 1766 war der Sitz der päpstlichen Nuntiatur im sog. Haus Canto, errichtet durch den Bankier Lambert Canto (Ecke Waisenhausgasse). Aus diesem Haus wurde später ein Zucht- und Arbeitshaus und dann ab 1800 ein Waisenhaus. Es wurde im Krieg völlig zerstört. Nach Zuschüttung des wasserführenden Grabens um 1830 wurde der Perlengraben zu einer der breitesten Straßen Köln und wirkte durch den Baumbestand wie eine Allee. Heute dient der Perlengraben als Zubringer zu Severinsbrücke. Das Berufskolleg Hans-Böckler-Schule befindet sich in der Hausnummer 101. Hier sieht man die aktuelle Verkehrslage mit einer Webcam.


Solche Holzbauten wurden in großer Zahl standardisiert gefertigt und aufgebaut, als in der Kriegszeit unzählige Wohnungen zerstört worden waren und schnell Wohnraum für die "Ausgebombten" geschaffen werden musste. Es ist durchaus denkbar, das die Baracken nicht für die Bauleitung etc. bestimmt waren sondern Wohnungen für die Menschen darstellten.

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