Apostelkirche, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1905)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Architektur-Tafeln

Architektur-Tafeln : Apostelkirche

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Die Apsiden und der kuppelartige Überbau der Vierung dominieren die Westseite des Neumarkts. Die Strukturen der Ostseite lassen deutlicher als bei den anderen romanischen Kirchen die byzantinischen Vorbilder erkennen.

St. Aposteln war die Kirche eines Stiftsklosters, das ursprünglich außerhalb, westlich der römischen Mauern der Stadt lag. Der Stiftsbereich wurde mit der ersten Stadterweiterung in die Stadt einbezogen. Die Römermauer blieb an dieser Stelle noch bis in die Mitte des 18. Jhdts. erhalten und diente den Stiftsherren als Verbindungsweg aus der Kirche in ihre Klosterräume.

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