Am Leystapel, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1948)
fotografiert von:
Walter Dick Walter Dick
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Album: 1948 Bau der Deutzer Brücke

1948 Bau der Deutzer Brücke

Am Leystapel (50676 Altstadt-Süd)

Im Mittelalter legten hier die Oberländer Schiffe an, die Dachschiefer (früher Leyen genannt) vom Mittelrhein. Da Köln das Stapelrecht besaß, mussten die Händler die Ware, die zum Weitertransport auf einen anderen Schiffstyp umgeladen werden musste, zunächst in der Stadt feil bieten. Wenn dann noch etwas übrig blieb konnten sie damit ihre Reise fortsetzen.

Die Anlegestelle wird noch immer genutzt für die Freizeit- und Urlaubsschifffahrt.


Deutlich erkennbar die Reihen der Pfahljoche links und rechts des Vorbaus, die als Auflage für die Schienen der beiden Portalkräne.("derricks") dienten.

Ganz links die Ruine des Rathausturmes

Weitere Fotos aus dem Album "1948 Bau der Deutzer Brücke"


Zum Ende des Krieges stürzte die Deutzer Brücke (seit 1935 "Hindenburgbrücke" genannt) im Februar 1945 unter Last der Flüchtlinge und Militärfahrzeuge ein. Die hohe Zahl an Toten konnte nie vollständig festgestellt werden. 1947 begann der Wiederaufbau, jedoch nicht mehr als Hängebrücke sondern als erste Stahlkastenträgerbrücke der Welt.

Planungen und Entwurf fertigte der geniale Brückenkonstrukteur Fritz Leonhardt (1909-1999), der vor dem Krieg schon die Rodenkirchener Autobahnbrücke konzipiert hatte und nach dem Krieg neben der Deutzer Brücke für den Bau von Mülheimer Brücke (Eröffnung1951) und Severinsbrücke (Eröffnung 1959) und den Wiederaufbau der Rodenkirchener Brücke (Eröffnung 1952) verantwortlich war. Architektonischer Berater von Leonhardt waren die Kölner Architekten Gerd Lohmer (1909-1981) und Wilhelm Riphahn (1889-1963)

Am 16. Oktober 1948 wurde die neue Deutzer Brücke eingeweiht. Walter Dick fotografierte den Bau der Deutzer Brücke in verschiedenen Stadien von beiden Uferseiten und vom Wasser aus.