Agrippa-Bad, Wasserturm-Hotel und Abriss des Polizeipräsidiums, Kaygasse, 50676 Köln - Altstadt-Süd (2010)
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Album: Altstadt Süd aus der Luft

Agrippa-Bad, Wasserturm-Hotel und Abriss des Polizeipräsidiums - Altstadt Süd aus der Luft

Kaygasse (50676 Altstadt-Süd)

Die Kaygasse verläuft vom Großen Griechenmarkt zur Alten Mauer am Bach. Der Straßenname geht auf eine Familie Keige oder Keye zurück, die im Mittelalter in dieser Straße ihr Anwesen hatte. Berühmt wurde die Kaygasse sicher durch das Lied "In der Kayjass Nummero Null". Die dort besungene Schule gibt es nicht mehr, der erwähnte Lehrer Welsch lebte und arbeitete wirklich als Pädagoge, allerdings an einer Kalker Hilfsschule bis 1935. Hier steht der Songtext.

Heute wird die mit Kopfsteinpflaster belegte Kaygasse geprägt durch den Wasserturm. Dieser wurde auf dem höchsten Punkt der Innenstadt bis 1872 gebaut und versorgte die Stadt bis zum 2. Weltkrieg mit Wasser. Bis 1989 erfolgte der Umbau zum Luxus-Hotel.


An der großen Kreuzung in der Mitte oben treffen die "Bäche", hier der Blaubach, , sowie die Nord-Süd-Fahrt, hier Tel-Aviv-Str. (rechts) und Neuköllner Str. (links) aufeinander. Etwas links davon zweigt der Perlengraben als Zufahrt zur Severinsbrücke.

All diese sechsspurigen Straßen machen die Gegend recht unwirtlich und zerschneiden ehemals gewachsene, zusammengehörende Stadtviertel.

Links oberhalb der Kreuzung, passend zur Unwirtlichkeit der Gegend, ein riesiges Umspannwerk für die Stromversorgung. Links neben diesem fabrikähnlichen, reinen Zweckbau der ehemalige Wasserturm, der heute in ein Luxushotel umgebaut ist. Dem Turm gegenüber das Agrippa-Bad und links davon die Schulgebäude am Großen Griechenmarkt.

In der rechten Ecke des Bildes steht noch das Hochhaus des alten Polizeipräsidiums aus den 50er Jahren. Der gesamte Bereich wird derzeit (2011) neu bebaut. Hier wie an anderen Orten der Innenstadt entstehen leider, man muss schon sagen wieder einmal, neben Büros Luxuswohnungen, die der normale Bürger sich kaum leisten kann. Politik und Verwaltung müssen in Zukunft verstärkt dafür Sorge Tragen, dass auch im Zentrum der Stadt bezahlbarer Wohnraum ensteht und fast noch wichtiger erhalten bleibt. Nur so ist es möglich einer Gentrifizierung (vertreibung der eingesessenen Bevölkerung durch Luxussanierung und -wohnbau) entgegen zu wirken.

Glücklicherweise ist es gelungen, den Inverstor vom Bau eines Hochhauses in gleicher Höhe und Größe wie das alte abzubringen. Zunächst wollte die Stadt einen sochen Bau entgegen ihrem eigenen Höhenkonzept in der Nachbarschaft der romanischen Kirchen (hier St. Georg) genehmigen.

Weitere Fotos aus dem Album "Altstadt Süd aus der Luft"