Zirkus Langgasse, Neven-DuMont-Str., 50667 Köln - Altstadt-Nord (1959)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Zirkus Langgasse

Neven-DuMont-Str. (50667 Altstadt-Nord)

Die Kölner Verlegerfamilie ehrte die Stadt Köln, als sie im November 1976 diese Straße in Neven-DuMont-Straße umbenannte. Anlass war das 100-jährige Erscheinen des "Kölner Stadt-Anzeigers". Seit dem 17. Jahrhundert betätigte sich die Familie als Drucker in der Stadt und  im Jahr 1802 gaben sie erstmals die "Kölner Zeitung" heraus. Der Start für das Zeitungsimperium.

In der Strasse findet sich auch "Das Lädchen Frauneverein e.V.". Dieser wurde bereits 1922 von Rosa Bodenheimer und Adele Meurer gegründet um mit dem Verkaufserlös Notleidenden zu helfen. Auch heute noch kommen die Erlöse karitativen Zwecken zu.

Über die Straße erreicht man den Appellhofplatz, die Breite Straße und die Krebsgasse. An der Straße selbst liegt die Kirche St. Maria in der Kupfergasse.


Diese Tafel, die der Bauherr eines von Hans Schilling geplanten Hauses nach endlosen Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung anbringen ließ, führte zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Die Verwaltungsvertreter fühlten sich durch die Tafel diskriminiert und verlangten Beseitigung.

Vorausgegangen war ein Streit um Gebäudehöhe und Dachaufbau. Dies Alles geschehen in Köln im Jahre 1959. Sogar der "ZEIT"" war die Angelegenheit einen Artikel wert.

Es steht da im Einzelnen:

Zirkus Langgasse. Erich Lappe — Dompteur; Hans Schilling —• Trapez, arbeitet ohne Netz; Frl. Dr. Hanna Adenauer — Kraftakt, die stärkste Frau der Welt; Eduard Pecks — Balanceakt, nur mit Netz; Kluge — Bodenakrobat, Radschläger; Firmenich — Steilwand, fährt sicher; Max Adenauer — Hohe Schule des sich Verleugnens.

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