Zeughaus, Zeughausstr., 50667 Köln - Altstadt-Nord (1827)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Zeughaus - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Zeughausstr. (50667 Altstadt-Nord)

Im Mittelalter wurden die Waffen der Stadt zentral an einem Ort gelagert. In Köln war dieser Ort das Zeughaus, dass seine alte Funktion schon lange aufgegeben hat und heute das Kölnische Stadtmuseum beherbergt. Schon im 14. Jahrhundert stand hier ein gotischer Bau, genannt Blidenhaus. Bliden waren Wurfgeschossmaschinen, die zur Verteidigung eingesetzt werden konnten. 1606 ersetzte man das Blidenhaus mit dem noch heute bekannten Bau. 1840/1841 ließen die Preußen westlich vom Zeughaus eine Wache erbauen, die heute Bestandteil des Museums ist und auf dessen Turm das sogenannte "Flügelauto" seit 1991 seinen Platz hat.

Nebem dem Zeughaus sind an der Zeughausstraße noch der Reste der römischen Stadtmauer wie dem Römerturm und ein Denkmal für Friedrich Reichsgraf zu Solms-Laubach zu finden. Als preußischer Beamte hatte er für die Integration des Rheinlandes in den preußisch-deutschen Staat zu sorgen.


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

Ende des fünfzehnten Jahrhunderts kaufte die Stadt mehrere Häuser an der alten Mauer, dem Ippenwald. ( Grundstücke zwischen Kattenbug und Zeughausstraße) Da die dort stehenden Gebäude zum Teil verfallen waren,(erstmals 1348 als Werkhaus genannt) und auch zu klein waren, baute die Stadt hier 1594 das Zeughaus im deutsche Renaissance Stil. Am Bau beteiligt waren der Stadtbaumeister Peter von Siberg, der Stadtsteinmetz Peter von Blatzheim und Mathias von Gleen sowie der Stadt Zimmermann Clas. Die Südseite stand auf der alten Stadtmauer. Das Hauptportal an der Zeughausstraße trägt zwischen zwei Obelisken die von P. Cronenborch gezeichnete Bekrönung mit dem Wappen in der Mitte. Die Fertigstellung war 1606. Es diente als Lager für Kriegsgerät, insbesondere der Artillerie. Kurze Zeit danach wurde das obere Geschoss, wahrscheinlich der Waffensaal umgebaut, und der Saal oft festlich geschmückt vom Rath genutzt. 1792 wurde das Gebäude gewaltsam von den kaiserlichen Truppen und 1794 von den Franzosen übernommen. Der schöne Doppelstufengipfel und die alten Steinkreuzfenster fallen dem Umbau 1830 zum Opfer. Besonders zu nennen bleibt noch die Prachttür im Stil von Melchior von Reidt, die1871 an die Stadt verkauft wurde und im Rathaus eingebaut wurde.* Der Vorgänger, das Historische Museum, war seinerzeit die Hahnentorburg. Einweihung war am 18.August 1888. Am 11. Januar 1958 erfolgte die Einweihung des Stadtmuseums, nachdem von 1924 bis 1945 hier das Finanzamt untergebracht war. • Quelle: Stadtanzeiger vom 6.8.1932 Lithographie von Mottu

Weitere Fotos aus dem Album " Köln im Wandel der Zeit 1800-1900"