Werbefilm für den Taunus P3, Wallrafplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1960)
fotografiert von:
Walter Dick Walter Dick
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Album: Ford in den 60er Jahren

Werbefilm für den Taunus P3 - Ford in den 60er Jahren

Wallrafplatz (50667 Altstadt-Nord)

Ferdinand Franz Wallraf ist eine der berühmtesten und einflussreichsten Persönlichkeiten in der Kölner Stadtgeschichte. Der 1748 geborene Wallraf  kann als Universalgenie bezeichnet werden. Neben der Theologie und Mathematik besaß er auch Professuren in der Botanik und Rhetorik. Mit 44 Jahren wurde er Priester und später Kanoniker an St. Maria im Kapitol und St. Aposteln. Vor der Schließung der Universität durch die französische Besatzer war er ihr letzter Rektor.

Wallraf war auch ein Sammler, dessen Augenmerk Allem galt, was für die Kölner Geschichte von Belang war. Seine stetig anwachsende Sammlung bildete die Grundlage für die Kunstmuseen Kölns.

Der nach ihm benannte Platz entstand 1830, sieben Jahre nach Wallrafs Tod und war eher ein Zufallsprodukt. Nachdem alte Gebäude abgerissen worden waren, um Platz für einen Neubau zu schaffen, fiel die nun freie Ansicht auf den Dom positiv auf. Die Pläne für den Neubau wurden fallen gelassen und die Bürger der Stadt bestimmten ihn zum "Wallraf`s-Platz". Heute findet sich auf dem Platz ein Denkmal für Kölns ersten Ehrenbürger und dahinter das Museum für Angewandte Kunst.


Walter Dick hat für die Ford-Zeitung auch eine Reportage fotografiert über die Produktion von Werbeaufnahmen und Werbefilmen für den neuen Taunus P3 (Slogan: "Linie der Vernunft" im Volksmund "Badewanne")

Hier ein Kamerateam auf dem Wallrafplatz. Werbefilme waren damals hauptsächlich für die Vorführung in Kinos gedacht. Werbung im Fernsehen steckte Anfang der 60er Jahre noch in den Kinderschuhen und noch längst nicht jede Familie verfügte über ein Fernsehgerät. Die Werbewirkung in Kinos war bei damals ca. 120 Kinos in Köln sicher ganz enorm.

Auch diese Limousine rollt auf den zeittypischen "Weißwandreifen" auf das Kamerateam zu.

Weitere Fotos aus dem Album "Ford in den 60er Jahren"


Als Berufsfotograf war Walter Dick nicht nur ein wichtiger Chronist der Nachkriegszeit, hat er nicht nur für Bücher und Zeitungen gearbeitet, sondern nahm auch Aufträge aus der Industrie und von Privatleuten an. So gibt es von ihm umfangreiche Nachlässe von Geburtstagen/Jubiläen wichtiger und weniger wichtiger Menschen und von Hochzeiten. Außerdem hat er für die Wirtschaftsunternehmen gearbeitet und dabei Produktionsstätten und Arbeitsabläufe dokumentiert.

Ein wichtiges Arbeitsfeld waren auch seine Arbeiten für die Werkszeitung der Kölner Fordwerke. Walter Dick hat über viele Jahre in den Hallen und Büros des Automobilherstellers buchstäblich Tausende von Aufnahmen gefertigt. Maschinen und Produktionsabläufe waren Thema seiner Reportagen genauso wie die Menschen "bei Ford" in ihrer Arbeit und Freizeit. Der Zeitraum seiner Arbeit beginnt mit den ersten Nachkriegsfahrzeugen aus der Kölner Produktion und geht etwa Mitte der 60er Jahre zu Ende. So hat er das 50.000ste Fahrzeug aus den Hallen in Köln Niehl genauso fotografiert wie das Fahrzeug mit der Produktionsnummer zwei Millionen.

Ein wenig zu kurz kommen bei seiner Arbeit die oft sehr harten Arbeitsbedingungen am Band und an den Maschinen, die zu zeigen natürlich nicht im Sinne seiner Auftrageber waren.