WDR-Gebäude von oben, Wallrafplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1960)
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Walter Dick Walter Dick
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Album: Vom Dom 1960

Vom Dom 1960 : WDR-Gebäude von oben

Wallrafplatz (50667 Altstadt-Nord)

Ferdinand Franz Wallraf ist eine der berühmtesten und einflussreichsten Persönlichkeiten in der Kölner Stadtgeschichte. Der 1748 geborene Wallraf  kann als Universalgenie bezeichnet werden. Neben der Theologie und Mathematik besaß er auch Professuren in der Botanik und Rhetorik. Mit 44 Jahren wurde er Priester und später Kanoniker an St. Maria im Kapitol und St. Aposteln. Vor der Schließung der Universität durch die französische Besatzer war er ihr letzter Rektor.

Wallraf war auch ein Sammler, dessen Augenmerk Allem galt, was für die Kölner Geschichte von Belang war. Seine stetig anwachsende Sammlung bildete die Grundlage für die Kunstmuseen Kölns.

Der nach ihm benannte Platz entstand 1830, sieben Jahre nach Wallrafs Tod und war eher ein Zufallsprodukt. Nachdem alte Gebäude abgerissen worden waren, um Platz für einen Neubau zu schaffen, fiel die nun freie Ansicht auf den Dom positiv auf. Die Pläne für den Neubau wurden fallen gelassen und die Bürger der Stadt bestimmten ihn zum "Wallraf`s-Platz". Heute findet sich auf dem Platz ein Denkmal für Kölns ersten Ehrenbürger und dahinter das Museum für Angewandte Kunst.


Funkhaus Wallrafplatz; links dahinter das neue Gebäude des Wallraff-Richartz-Museums (WRM), das an alter Stelle bius 1957 errichtet wurde. Nach dem Wegzug des WRM in den Neubau an der Hohenzollernbrücke wird hier das Kunstgewerbemuseum (heute Museum für Angewandte Kunst-MAK) einziehen.

Dazwischen in der Baugrube wird später der erste Erweiterungsbau des Westdeutschen Rundfunks (WDR) entstehen: entlang der Straße An der Rechtschule  zwischen dem Funkhaus am Wallrafplatz  und der Mariengartengasse  ,

 

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