Ursulinenkloster, Machabäerstr., 50668 Köln - Altstadt-Nord (1850)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Ursulinenkloster - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Machabäerstr. (50668 Altstadt-Nord)

Die Machabäerstr. verbindet den Eigelstein mit dem Konrad-Adenauer-Ufer. Der Name leitet sich von den Machabäern (oder auch Makkabäern) her, einem jüdischen Priestergeschlecht der Hasmonäer um 100 vor Christus. Das Ursulinen-Lyzeum liegt an der Machabäerstr., St. Kunibert sowie das St. Marien-Hospital finden sich in unmittelbarer Nähe. An der Ecke Eigelstein / Unter Krahnenbäumen lag das Benediktinerinnenkloster "Zu den sieben makkabäischen Brüdern" (lateinisch: machabaeorum sirorum), das 1802 unter französischer Besatzung im Zuge der Säkularisierung aufgehoben wurde.


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

Die strenggläubige Angela Merici gründete am 25. November 1535 die Gemeinschaft „ Nova Compagnia die Santa Orsola die Brecia“ in Köln. Ihr Vorbild war die Heilige St. Ursula von Köln. Zu Ihren Aufgaben gehörte u.a. die Unterrichtung von Kindern. 1639( Gründung der Schule) kam dann die Ursulinen-Oberin M. Augustina de Heers aus Lüttich mit zwei Ordensschwestern nach Köln um am Grab der Schutzpatronin ein Domizil zu errichten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erhielten sie 1671 das Bürgerrecht und das Recht zur Gründung eines Klosters an der Machabäerstrasse.1875 wurde das Kloster vom preußischen Staat enteignet. In dem Protokoll stand wörtlich folgender Text: Verhandelt zu Köln am 25. September 1875.In Folge Verfügung der hiesigen Königl. Regierung vom 22.cr B.14,354 hatte sich der unterzeichnete königliche Regierungsrath und commisarische Polizeidirektor im Ursulinen-Kloster , Machabäerstraße Nr. 25 hierselbsteingefunden und eröffnete der Assistentin Maria Cremer in Abwesenheit der heute Morgen angeblich abgereisten Oberin Katharina Stumm, Klostername Ignatia, zu Protokoll, dass, nachdem die Herren Minister des Inneren und der geistlichen Unterrichts- und Medicial- Angelegenheiten die Auflösung der Ursulinen-Nierderlassung verfügt hätten, die hiesige Regierung als äußersten Termin die vollständige Auflösung den 1. Oktober d.J. bestimmt habe, und mit Ablauf dieser Frist jede fernere Ordenstätigkeit unterbleiben und die Klostergebäude geräumt sein müssten. Usw.* 12 Jahre später, am 9.9.1887, kehrten die Schwestern aus dem belgischen Exil zurück. • Quelle: Abdruck der Verfügung in Kölner Zeitung vom 3.10.1875 Holzstich

Weitere Fotos aus dem Album " Köln im Wandel der Zeit 1800-1900"