Triebwagen der Rheinuferbahn, Hohenzollernbrücke, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1922)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Hohenzollernbrücke

Hohenzollernbrücke : Triebwagen der Rheinuferbahn

Hohenzollernbrücke (50667 Altstadt-Nord)

Die heutige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke ersetzte 1911 die damalige Dombrücke, wegen des kastenartigen Aussehens auch Mausefalle genannt. Architekt Franz Schwechtem errichtete die prägnanten Brückenköpfe als neoromanische Wehrbauten. Nach weitgehender Zerstörung 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke nach Kriegsende bis 1959. Die Brückentürme wurden 1958 entfernt. Eine Erweiterung schaffte 1985 Platz für ein drittes Gleispaar.

Die Brücke ist nach den Kaisern der Hohenzollern-Familie genannt. An beiden Enden der Brücke stehen jeweils zwei Reiterdenkmäler. Rechtsrheinisch steht ein Denkmal für Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm I. Auf der linken Rheinseite steht das Denkmal von Kaiser Friedich III und Kaiser Wilhelm II.

Heute ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof.


Unterhalb der Hohenzollernbrücke endete die Strecke der Rheinuferbahn. Diese Strecke war eine der Hauptstecken des Unternehmens KBE (Köln-Bonner-Eisenbahnen). Die zweite von der KBE betriebene Hauptstrecke war die Vorgebirgsbahn, eine weitere Strecke, die sog. "schwarze Bahn" führte vom Güterbahnhof Sülz nach Knapsack. Die Strecken dienten als Lokalbahnen der Anbindung von Orten und Gemeinden zwischen Köln und Bonn, die von der Hauptbahn (Reichsbahn/DB) nicht bedient wurden. Die Rheinuferbahn folgte dabei dem Lauf des Flusses über Rodenkirchen, Wesseling, Urfeld, Hersel nach Bonn, wo sie am sog. Rheinuferbahnhof unmittelbar am Bonner Hauptbahnhof endete.

Die von Anfang an (endgültige Fertigstellung 1908)elektrisch betriebene Bahnlinie verfügte über für die damalige enorm schnelle Triebwagen, die die Strecke zwischen Köln und Bonn in ca. 45 Min. mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h bewältigten.

Ab 1925 wurde die Linie bis zur Mülheimer Brücke verlängert, dieser Abschnitt wurde aber als unrentabel schon 1933 wieder aufgegeben.

Oberhalb des Triebwagens erkennt man die linksrheinische Rampe der Hohenzollernbrücke mit dem Reiterdenkmal von Wilhelm II.

Weitere Fotos aus dem Album "Hohenzollernbrücke"