Strebebögen am Langhaus, Domkloster 4, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1937)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Dom in Kupfertiefdrucken

Strebebögen am Langhaus - Dom in Kupfertiefdrucken

Domkloster 4 (50667 Altstadt-Nord)

Das Domkloster verbindet den Wallrafplatz und den Roncalliplatz. Namensgebend ist der erzbischöfliche Hof, eine mittelalterliche, klosterähnliche Anlage, die hier einst zu finden war. Die berühmteste Adresse Kölns ist "Domkloster 4": Der Kölner Dom.


Eines der Architekturprinzipien der Gotik waren die von großen Fensterflächen durchbrochenen Seitenwände. Diese waren nicht in der Lage, die Last der Gewölbe zu tragen, ohne von ihr nach außen gedrückt zu werden. Die hier abgebildetenStrebebögen hatten die Aufgabe, die nach aussen drückende Last der hohen Gewölbe abzufangen und auf die aussenstehenden (hier links) stehenden Stützpfeiler abzutragen. Dabei konnten die Baumeister des Mittelalters sich nur auf ihre Erfahrung verlassen. Eine Berechnung der statischen Notwendigkeiten war erst Jahrhunderte später möglich. Und so kam es, dass in vielen Fällen bei der Vorgehensweise nach Versuch und Irrtum Kirchenbauten schon in der Bauphase einstürzten oder bei sich abzeichnenden Problemen massiv verstärkt wurden.

Weitere Fotos aus dem Album "Dom in Kupfertiefdrucken"


Aus einer Mappe mit Kupfertiefdrucken wurden die Bilder des vorliegenden Albums ausgewählt. Jede dieser Mappen aus einem Berliner Verlag umfasste 42 große Abbildungen in der Größe von ca. 22 cm X 30,3 cm. Der Kupfertiefdruck ermöglichte zur Zeit der Entstehung Drucke von hoher Qualität mit der Möglichkeit Halbtöne und Grautöne ohne störende Raster abzubilden. Jeder mappe, die unter dem Sammelnamen "Parthenon" vertrieben wurden lag eine ausführliche Beschreibung mit einer Liste der Abbildungen bei.

Die hier vorgestellten Aufnahmen des Kölner Doms, die zum Teil von namhaften, zeitgenössischen Fotografen gemacht wurden, zeigen ungewöhnliche Blickwinkel und Details des Bauwerks. Die Erscheinungszeit liegt in den 30er Jahren des 20. Jhdts.