St. Gereon, Gereonshof, 50670 Köln - Altstadt-Nord (1905)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Architektur-Tafeln

Architektur-Tafeln : St. Gereon

Gereonshof (50670 Altstadt-Nord)


Aufgenommen von Südwesten an der Ecke Gereonshof/Norbertstr.

Dieser Blick ist heute nicht mehr möglich, da vor Allem im Sommer die vor dem Dekagon stehenden Bäume den Blick auf die Kirche verstellen. Außerdem wurden mehrere Gebäude auf dem hier freien Gelände zwischen Gereonskloster und Steinfelder Gasse errichtet.

St. Gereon war die Kirche der Stiftsherren, einer klosterähnlichen Klerikergemeinschaft, die sich vor Allem aus dem hohen Adel rekrutierten. Derartige Einrichtungen hatten nicht nur klerikale Grundlagen. Mit den Stiftungen der adligen Familien wurde ein umfangreicher Besitz an Ländereien und wertvollem Kirchengut angelegt. Die adligen Familien "erwarben" ihren Söhnen damit einen Platz in der Stiftsherrengemeinschaft. Oft geschah dies, um jüngere Söhne von Adel zu versorgen, die ansonsten innerhalb des Herrschaftbereiches der Familie für Unordnung oder möglicherweise Teilung gesorgt hätten. Man hatte potentielle Ruhestörer quasi "uss de Fööß".

Innerhalb der Stadt waren die Sifte, die in eigenen meist von einer Mauer umschlossenen Immunitätsbezirken lagen, gewissermaßen exterritorial. Sie unterlagen nicht der städtischen Jurisdiktion, zahlten keine Steuern, hatten eigene Gerichtsbarkeit und führten eigene Grundbücher(Schreinsbücher) für ihren Bereich.

 

Weitere Fotos aus dem Album "Architektur-Tafeln"