St. Gereon, Gereonshof, 50670 Köln - Altstadt-Nord (1820)

Kirchen in Köln -ohne Dom- vor 1900 : St. Gereon

Gereonshof (50670 Altstadt-Nord)


Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Nach Überlieferungen eine Märtyrerkirche nordwestlich der römischen Stadt. Den Namen verdankt sie einem Anführer der thebaischen Legion, die hier ihres Christenglaubens wegen niedergemacht worden ist. Im letzten Drittel des 4. Jahrhunderts soll dann von der römischen Kaiserin Helena auf dem Gräberfeld ein Oratorium nebst Männerkloster angelegt worden sein. Dank der kostbaren Ausstattung wurde die Anlage zuerst „Zu den Goldenen Heiligen „ genannt. Es soll ein reich mit Gold geschmückter Bau gewesen sein. In der Kirche findet sich das Grab des ersten Kölner Erzbischofs Hildebold . ( * 819 )Im Mittelalter war das Stift dem hohen Adel vorbehalten. Unter Erzbischof Anno ( 1056- 1075 ) wurde dem römische Urbau ( 1067- 1069 ) ein Langchor mit Krypta angefügt., der mit Flankentürmchen bereichert wurde. Die Einweihung soll am 29.8.1069 gewesen sein. Um 1121 wurde nach den Reliquien der bäischen Märtyrer gesucht. In diese Zeit könnte eine Erweiterung des Chors und der Krypta fallen, welche von Arnold II ( 1151-1156 )geweiht wurde. Das Dekagon, das im Zuge der 1219 beschlossenen Erneuerung der Kirche gebaut wurde, ist 1227 vollendet, danach erfolgt der Anbau der Taufkapelle St. .Johannes.. Große Schäden bereitete ein Sturm im Jahre 1434.Neue Innenausschmückung erhielt die Kirche dann in den Jahren 1635-83. Eine weitere Erneuerung wurde in den Jahren 1766 u.1767 vorgenommen. In der Kapelle an der Südseite der Kirche befindet sich die von Bildhauer Jos. Reiss aus Düsseldorf in den 1890 Jahren ausgeführte Pietá Gruppe aus carrarischen Marmor Ab 1802 wurde sie als katholische Pfarrkirche genutzt. Um 1820 wurde der Kreuzgang abgebrochen. (Teilweise auf Stichen zu sehen) Neben der Kirche rechts stand die ehemalige Pfarrkirche St. Christoph, die 1806 abgebrochen wurde. Quelle: u.a. Die Kirchlichen Kunstdenkmäler der Stadt Köln II Paul Clemen Gereon von Norden gesehen mit Gereonstor und Gereonsmühle,die Türme von St Ursula, St Kunibrt und St Maria Himmelfahrt. Kupferstich von Fries n. Schnell um 1820

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