Schiffbrücke und Hafenanlagen, Frankenwerft, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1885)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Schiffbrücke und Hafenanlagen

Frankenwerft (50667 Altstadt-Nord)

Die Frankenwerft ist heute eine nur für Fußgänger zugängliche Straße zwischen Rheinufer und Altstadt. Oft wird sie auch mit der Rheinpromenade gleichgesetzt. Die Frankenwerft verläuft südlich von der Deutzer Brücke bis nördlich zur Hohenzollernbrücke. Nahe der Deutzer Brücke befindet sich der Rheinpegel, mittig der Fischmarkt mit der Kirche Groß St. Martin und nördlich grenzt der Heinrich-Böll-Platz vor der Philharmonie an.

Der Verkehr wird durch den in den 80er Jahren entstandenen Rheinufertunnel geleitet. Vielfältige Gastronomie mit Außenterassen laden insbesondere die vielen Touristen zu einer Pause ein. Im Sommer bevölkern Radfahrer und Jogger die Rheinpromenade, Fahrgäste warten auf die Schiffe der Köln-Düsseldorfer.

In früherer Zeit war hier reger Hafenbetrieb mit Zollamt und Stadtmauer, wovon aber nur noch das wieder aufgebaute Stapelhaus übrig geblieben ist. Der Name "Werft" kommt jedoch daher. Nachdem im Süden 1898 der Rheinauhafen fertig gestellt wurde, verlor die Frankenwerft als Hafenanlage an Bedeutung.


Das Hafengeschehen spielte sich vor der Errichtung des Rheinauhafens vornehmlich in dem Bereich des Rheinufers zwischen Schiffbrücke und Eisenbahnbrücke ab.

Am Frankenwerft befanden sich die Anlegeplätze mit Einrichtungen zum Be- und Entladen, offene Lagerschuppen, sowie Stapel- und Zollgebäude. Das gesamte Gelände war ein durch Mauern und Tore abgetrenntes Freihafengelände.

Der Rhein war nach den Vorgaben des Wiener Kongresses (1815) und der Rheinschiffahrtsakte von 1831 ein internationales Gewässer un d so mussten angelandete Waren aus dem Ausland (wozu ja damals auch noch die süddeutschen Staaten gehörten) zolltechnisch behandelt werden. Das geschah in diesem Bereich.

Die Häuser, die heute die berühmte Kulisse der Stadt zum Rhein hin bilden, waren damals noch durch dieses Gelände vom Rhein getrennt. Erst der Bau des Rheinauhafens ermöglichte es die Stadt und den Fluss wieder zusammenzuführen.

Die huschenden "Geister" auf der Schiffbrücke sind Passanten, die durch die lange Belichtungszeit verschommen erscheinen.

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