Schachfiguren, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (2011)
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Michael Eikel Michael Eikel
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Album: Rheinflorenz

Rheinflorenz : Schachfiguren

Heinrich-Böll-Platz (50667 Altstadt-Nord)

Nachdem  eine im 11. Jahrhundert errichtete Kirche abgerissen war und schwerste Zerstörungen durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges das Gelände in Mitleidenschaft gezogen hatten, entstand zunächst ein großer Busbahnhof an diesem Ort. So kam bei Überlegungen zur Stadtplanungen der Wunsch auf,  auf dem Grundstück den Neubau der Museen Wallfraf-Richartz und Ludwig durchzuführen und daneben die Philharmonie zu errichten. Die frei bleibende Fläche dazwischen gestaltete der israelische Künstler Dani Karavan.

Mit Ende aller Baumaßnahmen 1986 erhielt der Platz seinen Namen, womit Nobelpreisträger und Kölner Ehrenbürger Heinrich Böll geehrt wurde. Böll war einer der einflußreichsten Schriftsteller seiner Generation und stets kritischer Kommentator seiner Zeit. Mit nur 67 Jahren starb er bereits am 16. Juli 1985.


Rheinflorenz Anlässlich der Ausstellung Das achte Feld - Geschlechter, Leben und Begehren in der Kunst seit 1960 im Museum Ludwig - wurde 2006 diese Styropor Kopie des David auf dem Heinrich Böll-Platz aufgestellt. Der Titel der Ausstellung - Das achte Feld - verweist auf eine Regel im Schach: Rückt der Bauer auf das achte Feld vor, so kann ihn der Spieler gegen eine Figur seiner Wahl tauschen. Der Bauer kann sich also in eine Dame, die machtlose Figur in eine mächtige, der Mann in eine Frau verwandeln.

Weitere Fotos aus dem Album "Rheinflorenz"