Rosenmontagszug, Magnusstr., 50672 Köln - Altstadt-Nord (1971)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Rosenmontagszug

Magnusstr. (50672 Altstadt-Nord)

Die zentral gelegene Magnusstraße verbindet die St.-Apern-Straße mit dem Hohenzollernring und wird dabei von der Albertusstraße geschnitten. Gute Einkaufsmöglichkeiten bieten der nahe gelegene Neumarkt sowie die Opernpassagen. Namensgeber der Magnusstraße wie der Albertusstraße ist Albert Graf von Bollstädt (*1193, +1280), Theologe der Hochscholastik, der aufgrund seines universalen Wissens den Beinamen "Albert der Große" (latinisiert: Albertus Magnus) erhielt. Er wurde 1932 heilig gesprochen und ist seit 1941 Patron der Naturforscher. Er lehrte an der Kölner Ordensschule der Dominikaner, der Vorgänger-Einrichtung der heutigen Universität. Eine Statue von Albertus Magnus ziert den Kölner Rathausturm, eine weitere, 1955 von Gerhard Marcks gestaltete, den 7300m² großen Albertus-Magnus-Platz.


Dieser Mottowagen eines Rosenmontagszuges vom Beginn der 70er Jahre weist auf die Eröffnung des "Eroscenters" in der Hornstraße hin. Bis dahin war die Prostitution in der Stadt in mehreren Bordellgassen (Kleine Brinkgasse, Nächelsgasse, Im Stavenhof) "ansässig". Beschwerden von Anwohnern, ein eher schmuddeliges Umfeld, aber auch das Bestreben die Prostitution aus der Innenstadt zu entfernen, veranlassten die Stadt zusammen mit privaten Investoren, die bordellmäßige Prostitution nur in einem Eroscenter zu gestatten.

Pikanterweise wehrten sich die Daen des "Gewerbes" sogar vor Gericht gegen den Umzug, scheiterten aber in letzter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht.

Der Text auf dem Plakat ist aus einem Lied von Willy Ostermann "geklaut". Er sang noch vor dem ersten Weltkrieg:

"Jezz hätt da Schmetze Billa
in Poppelsdorf en Villa,
dat Bill ess fein eruus,
dat hätt en eijen Huus!
"

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