Rest eines Turms der Römermauer, Komödienstr., 50667 Köln - Altstadt-Nord (1965)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Rest eines Turms der Römermauer

Komödienstr. (50667 Altstadt-Nord)

Als um 1782/1783 in dieser Straße das erste Theater Kölns mit festem Haus gebaut wurde trug die Straße noch den Namen "Schmierstraße".Dieser leitete sich ab von den lange Zeit dort ansässigen Fetthändlern, den "smermengere".

Das Theater bestand knapp 70 Jahre. dann wurde es bei einem Brand Opfer der Flammen. Ebenso das nachfolgende Haus an gleicher Stelle, dem sogar nur 7 Jahre nach seiner Errichtung 1862 vergönnt waren. Danach wechselte das Theater seinen Standort und war an der Glockengasse zu finden.

Alte Überreste finden sich noch in Form von Mauerresten der römischen Stadtmauer, etwa an der Kreuzzung Tunisstraße.

Im Mittelater wurde an der Straße auch das St. Andreaskloster mitsamt  dazugehöriger Kirche gegründet. In der Krypta liegt Albertus Magnus begraben. Der Weg der Komödienstraße führt zum Zeughaus, dem Kölnischen Stadtmuseum, mit Exponaten aus dem Mittelalter bis zur Neuzeit.


Beim Bau der ersten U-Bahn vom Friesenplatz zum Dom/Hbf wurde dieser gewaltige Rest der römischen Stadtmauer wiederentdeckt. Er war als Grundmauer der daraufgebauten Häuser seit dem Mittelalter in Vergessenheit geraten. Der massive Rest eines der Türme der Römermauer wurde aufwändig unterfangen und gesichert. Auch hier hat damals Alles gehalten. 

Es ist nur schade, dass dieses guterhaltene Stück an der belebten Kreuzung Komödienstr. Tunisstr. unterhalb des Straßenniveaus ein Dasein etwas als , na was wohl, Mauerblümchen fristet.

Weitere Fotos von Ulrich Hermanns


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Werner Müller  sagt:

Die Länge der Absperrung im oberen Bildviertel gibt etwa die Länge der Straßenfront wieder, bis zur kleinen Neugasse, die für die kommende Tunisstraße abgetragen wurde (#89023). Auch die sehr bedauerlich-ungeschickte Verteilung des Verkehrsraumes zugunsten des Autofahrers im ganzen Kreuzungsbereich verhindert, dass die Römermauer hier besser in Szene gesetzt werden kann

Geschrieben: vor mehr als 2 Jahre