Probstei, Trankgasse 24, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1886)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Probstei - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Trankgasse 24 (50667 Altstadt-Nord)

Die Trankgasse verbindet die Marzellenstr. mit dem Konrad-Adenauer-Ufer und führt vom Vorplatz des Doms zum Rheinufer. Namensgebend ist für die Trankgasse, dass sie der Weg der Treidelpferde vom Rhein zu ihrer Tränke war. In unmittelbarer Nähe der Trankgasse befinden sich neben dem Dom auch das Museum Ludwig sowie der Hauptbahnhof.


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

Das Haus soll zwischen dem 14. Und 16. Jahrhundert entstanden sein und am Ende der Trankgasse, Nähe des Trankgassen Tores gelegen haben. 1888 wurde das Gebäude abgebrochen. Im Mittelalter war es Absteigequartier der Erzbischöfe. Der jüngste ernannte Propst der nach der Wiederherstellung der Erzdiözese war a.D. Dr. Berlage und somit 5. Inhaber dieser Stelle. Seit 1821 erfolgt die Besetzung der Stelle auf Vorschlag des Königs durch den Papst. Er ist zum Tragen der Mitra berechtigt. Die Ernennung bedarf jedoch einiger weiterer Voraussetzungen. Die eigentliche Propstei lag am Ende der Hochstraße, heute Wallrafplatz, Ecke Rechtschule- Am Hof mit der Nummer 1. Im Hause feierte Wallraf sein 50 jähriges Priesterjubiläum und im großen Saal fand auch seine Trauerfeier statt. Er hatte einige Zeit im diesem Hause gewohnt. Nach dem Tode wurde seine, der Stadt vermachte Sammlung, 1861 in das neue Museum überführt. Erster neuer Propst war Martin Wilhelm Fonk. Nach seinem Tode wurde das Haus abgebrochen und die Propstei zog in die Trankgasse Nr. 24. Nach dem Einzug der Franzosen 1798 war im Hause der Sitz des Kriminalgerichtes, dann der französischen Gendarmerie und ab 1816 das Büro der Kreisdirektion. Es folgte das Handelsgericht und kurze Zeit die Militärschule. Quelle :Stadtanzeiger vom 29.IV.1885 Druck nach einem Aquarell von J. Scheiner 1886 Scheiner, Jacob, Maler J. Scheiner, geb. 22.2.1820, gest. 8.12.1911. Er zog 1854 nach Köln und war ab 1872 als Maler tätig. Jacob war Sohn der Malers Wilhelm Scheiner, geb. 2.Juli 1852 in Solbach ( Siegen) gestorben am 6.November 1922 in Köln Deutz. Am 10.7.1896 stellten Vater und Sohn die von der Stadt in Auftrag gegebene zweite Stadtansicht fertig. Die erste wurde bereits 1886 erstellt. Wir verdanken beiden viele Aquarelle der Stadt, insbesondere der Stadtmauer, Stadttore und aus der Altstadt.

Weitere Fotos aus dem Album " Köln im Wandel der Zeit 1800-1900"