Opernhaus und Schauspielhaus, Offenbachplatz 1, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1962)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Opernhaus und Schauspielhaus

Offenbachplatz 1 (50667 Altstadt-Nord)

Den Namen erhielt der Platz zu Ehren des, vor allem in Frankreich bekannt gewordenen, Kölner Komponisten und Musikers Jacques Offenbach (1819-1880). Auf dem Platz steht das neue Opernhaus, welches, genau wie der Offenbachplatz selbst, in den 50er Jahren errichtet wurde. Auch das Schauspielhaus hat hier seinen Standort. Daneben grenzt die Glockengasse an, in der das 4711-Haus zu finden ist.


Nachdem der Rat 1952 den Abriss des alten Opernhauses am Rudolfplatz beschlossen hatte, wurde mit dem Bau des neuen Opernhauses begonnen. Der Entwurf stammte von Wilhelm Riphan (1889-1963) und war sehr umstritten. Wegen seiner ungewöhnlichen Form wurde er u.a. als "Indisches Grabmal" oder "Mausoleum" verspottet. Charakteristisch ist, dass die technischen Einrichtungen (Malersäle, Kulissenbau) etc. in ihren Platz in den schräg ansteigenden Nebenbauten links und rechts des Bühnenturms fanden. Bemerkenswert ist auch die Gestaltung des Innenraums mit den frei aus den Seitenwänden ragenden Logen. 1957 wurde das Haus mit der Oper "Oberon" (Carl Maria v. Weber) eröffnet. Riphahn lieferte dann auch den Entwurf zum nebenliegenden Schauspielhaus und den Opernterassen. Das Gesamtensemble ist heute ziemlich heruntergekommen und bedarf dringend der Sanierung bzw. des Neubaus. Zwischenzeitlich wurde sogar Abriss (Stadtkämmerer Soenius) und Neubau an anderer Stelle erwogen.

Was auf dem vorliegenden Bild auffällt, ist dass der Offenbachplatz noch wie selbstverständlich als Parkplatz genutzt wird-

Es bleibt zu hoffen, dass mit der Renovierung des Opernhauses und dem Neubau eines (kleineren) Schauspielhauses auch endlich die Nord-Süd-Fahrt unter die Erde verlegt wird, um zumindest an dieser Stelle die Trennung der Innenstadt durch diese breite Verkehrsschneise überwunden werden kann.

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