Minoritenkirche, Kolpingplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Minoritenkirche

Kolpingplatz (50667 Altstadt-Nord)


Auf der linken Seite der zerstörten Minoritenkirche sieht man die Reste des Wallraff Richartz Museums. Die Kirche selbst ist bis auf die Außenmauern zerstört.

Das zugeordnete Bild zeigt das zerstörte Innere der Kirche. Ihr Wiederaufbau wurde im Jahre 1956 abgeschlossen.

Die Minoriten oder Minderbrüder, auch schwarze Franziskaner genannt (nach der Farbe ihres Habits) sind einer der Orden des Hl. Franziskus. Die Kirche wurde in mehreren Abschnitten von Mitte des 13. Jhdts. bis in das 14. Jhdt. erbaut. Ihr offizieller Name ist St. Maria Empfängnis. Sie wurde ordenstypisch ohne Turm und Querhaus erbaut.

Auf dem Gelände des ehemaligen Minoritenklosters neben der Kirche wurde im 19. Jhdt. das Wallraff Richartz Museum erbaut. Der Finanzier des Museums, J.H. Richartz, gab zur gleichen Zeit auch Geld für die Wiederherrichtung des nach der Säkularisation arg heruntergekommenen Kirchenbaus.

An der Minoritenkirche wirkte in der Mitte des 19. Jhdts. Adolf Kolping, gebürtig aus Kerpen bei Köln , der als Gründer der Gesellenvereine einer der Vorkämpfer der modernen kath. Soziallehre ist. Bis heute ist der Rektor der Minoritenkirche in Personalunion Generalpräses der Gesellenvereine und des Kolpingwerks. Kolpings Denkmal steht auf dem Kolpingplatz vor der Kirche.

Er sowie der schottische Theologe und Philosoph John Duns Scotus sind in der Kirche beigesetzt.

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