Liebe deine Stadt, Nord-Süd-Fahrt, 50667 Köln - Altstadt-Nord (2015)
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Frank Warda Frank Warda
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Album: Reinald Witsch 2014-2015

Reinald Witsch 2014-2015 : Liebe deine Stadt

Nord-Süd-Fahrt (50667 Altstadt-Nord)

Die Nord-Süd-Fahrt ist eine Schnellstraße, die teilweise in Tunneln durch die Innenstadt führt. Sie wurde umgesetzt, um die Ringstraßen sowie die Rheinuferstraße zu entlasten und wurde zur wichtigsten Nord-Süd-Verbindung im Zentrum Kölns. Der Bau erfolgte ab Mitte der 1950er Jahre in mehreren Bauabschnitten bis 1972. Das Ergebnis war eine vier- bis sechsspurige Straße, die auf 2,4 km Länge vom Ebertplatz bis zum Sachsenring (Ulrepforte) führt.


Die Nord-Süd-Fahrt gliedert sich von Nord nach Süd in die Abschnitte Turiner Str., Tunisstr., Offenbachplatz, Nord-Süd-Fahrt, Neuköllner Str., Tel-Aviv-Str. und Ulrichgasse. Nur der mittlere Teil heißt tatsächlich Nord-Süd-Fahrt. Umgangssprachlich werden aber häufig alle Teile auf diese Weise angesprochen.


Als Tunisstraße unterquert sie in einem 500 Meter langen Tunnel die Kreuzung Gereonstr. / An den Dominikanern, die Komödienstr. und das WDR-Archiv-Gebäude, bis sie in Höhe der Elstergasse wieder zu Tage tritt. Nach Passage von Sehenswürdigkeiten wie dem  4711-Haus und der Oper unterquert sie unter der offiziellen Bezeichnung Nord-Süd-Fahrt die Fußgängerzone (Schildergasse) sowie das Weltstadthaus. Als Tel-Aviv-Straße bietet die Nord-Süd-Fahrt einen Zubringer zur Severinsbrücke und endet als Ulrichgasse an der Ulrepforte.


Die Nord-Süd-Fahrt wurde nach dem Leitbild der autofreundlichen Stadt umgesetzt. Auf historisch gewachsene Strukturen wie das Stadtzentrum wurde dabei nur wenig Rücksicht genommen. Die starken Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ermöglichten die Anlage der Straße durch ehemals dicht bebautes Altstadtgebiet. Heute gilt die Nord-Süd-Fahrt als eines der kontroversesten Bauprojekte Kölns im 20. Jahrhundert, das einen Teil des typischen Charakters Kölns, besonders in altstädtischen Vierteln, unwiederbringlich zerstörte.

Auf Höhe der Schildergasse befindet sich der - auch über Köln hinaus - bekannte Schriftzug "Liebe deine Stadt"


Liebt der Kölner, die Kölnerin seine/ihre Stadt? Mer weiß et nit! in anderen Städten würde man bei ähnlicher Situation die Frage sicher mit "Nein" beantworten. Ähnliche Situation in Bezug auf Stadtbild, Planung, Verwaltungshandeln, politischer Filz und manchmal eben auch Chaos. Der Kölner/die Kölnerin (wenn es diesen Archetypen überhaupt gibt.) wird wahrscheinlich antworten: "Jooo! Ich weiß et nit, ävver jo!" In diesem Sinne. Lasst uns unsere Stadt lieben. Sie ist nun mal so. Bischen schmuddelig, bischen chaotisch, aber lebenswert und eben nicht immer pingelig.

Weitere Fotos aus dem Album "Reinald Witsch 2014-2015"


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Stefan Robertz  sagt:

tja.... das wäre natürlich das Einfachste...und gründlichste. Es geht aber sicher auch anders...

Geschrieben: vor etwa 2 Jahre


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Michael Engel  sagt: "@Stefan"

Hast Recht ! Mit so relativ einfachen Mitteln wie einer Abrißbirne.

Geschrieben: vor etwa 2 Jahre


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Stefan Robertz  sagt:

...und dabei könnte man mit relativ einfachen Mitteln diese Ecke aufhübschen... ja sogar attraktiv machen... aber wahrscheinlich hat irgendein Architekt ein Urheberrecht auf dieses Bahnhofsklodesign...

Geschrieben: vor etwa 2 Jahre


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Michael Engel  sagt:

An manchen Stellen muss man stark sein wenn man seine Stadt wirklich lieben will. Der Slogan passt wie die Faust aufs Auge an diese Stelle, die zufällig einer der hässlichsten der gesamten Innenstadt ist. Hier ist Kölle kein Jeföhl...

Geschrieben: vor etwa 2 Jahre