Kirche St. Gereon, Gereonskloster, 50670 Köln - Altstadt-Nord
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Architektur-Tafeln

Architektur-Tafeln : Kirche St. Gereon

Gereonskloster (50670 Altstadt-Nord)


Die große Stiftskirche wurde wie die meisten anderen romanischen Kirchen im 19. Jhdt. im Innern umgestaltet. Wie hier erkennbar, wurden die Wände mit Mosaiken geschmückt, wobei man sich an dem sog. "Nazarener" Stil orientierte, der ab dem Beginn des 19. Jhdts. die Darstellung von Heiligen und biblische Szenen dominierte. Erst nach dem Wiederaufbau der romanischen Kirchen wurde die heute bekannte Innenraumgestaltung durchgeführt. Dabei ist heute im Wesentlichen die Steinsichtigkeit ohne weitere Ausschmückungen vorherrschend. Man muss sich die Kirchen in ihrer Ursprungszeit jedoch ausgemalt vorstellen. Bildliche Darstellungen, ja ganze Bildergeschichten waren ein wichtiges Mittel der Verkündigung für eine im Wesenlichen das Lesens und Schreibens nicht kundige Gemeinde.

Die kleine Pfarrkirche St. Maria Lyskirchen zeigt als einzige mittelalterliche Kirche noch die ursprünglichen Ausmalungen der Gewölbe.

St. Gereon war die Kirche des Stiftes St. Gereon, eines der reichsten Sifte im Rheinland. Nur Abkömmlinge reicher, adliger Familien konnten in die Klerikergemeinschaft aufgenommen werden. Sie bedachten das Stift und die Kirche mit reichen Spenden, sehr oft Ländereien im weiten Umkreis um die Stadt. So gehörte z.B. Das Dorf Niederbachem bei Bonn, ca. 50 km südlich von Köln, den Chorherren von St. Gereon und die dortige Pfarrkirche trägt wie dei "Mutterkirche" den Namen des Märtyrers der thebäischen Legion.

Die Kuppel, die das Dekagon von St. Gereon überwölbt, war übrigens bis zu Bau der Kuppel von St. Peter in Rom die höchste Kuppel einer Kirche.

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