Keine radikalen Veränderungen im französisch besetzten Köln. , Domkloster, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1912)
hochgeladen von:
Wolfgang  Schreck Wolfgang Schreck
2969 mal angesehen.
Album: Das alte Köln

Das alte Köln : Keine radikalen Veränderungen im französisch besetzten Köln.

Domkloster (50667 Altstadt-Nord)

Das Domkloster verbindet den Wallrafplatz und den Roncalliplatz. Namensgebend ist der erzbischöfliche Hof, eine mittelalterliche, klosterähnliche Anlage, die hier einst zu finden war. Die berühmteste Adresse Kölns ist "Domkloster 4": Der Kölner Dom.


Für eine amerikanische Tageszeitung wurde am 6. August 1923 diese aus dem Jahr 1912 stammende Aufnahme verwendet. Links in der Bildmitte ist zu erkennen, dass die Reichsbahnbahndirektion Köln, (später Bundesbahndirektion Köln) einen neuen Verwaltungsbau erhält, der am 29. März 1913 bezogen wird. (Foto von Kadel & Herbert News Photos). Vielen Dank für die Hinweise, so das nun das Foto richtig datiert werden konnte.

Weitere Fotos aus dem Album "Das alte Köln"


22030_pn_376_dfb01436dbd1d1d5685062f5fa62fb346a8e001a

Wolfgang Schreck  sagt:

Der Argumentation folgend wird dieses Foto durchaus früher entstanden sein. Die angegebene Jahreszahl 1923 wird sich dann auf eine Veröffentlichung des Motivs in einer amerikanischen Tageszeitung zum Thema Besetzung des Rheinlandes beziehen. (ensprechende Stichworte rückseitig vermerkt)

Geschrieben: vor fast 6 Jahre


23401_pn_140_0fbfad577ad66130bde77c8c2e41a68e0391224b

koelner51109  sagt:

Ich habe mich wohl zu sehr auf die Situation vor der Hohenzollernbrücke konzentriert. Herr Hermanns hat recht. 1923 war das Messegelände bebaut und auf dem Bild ist von einer Bebauung nichts zu sehen. Ein weiteres Indiz für ein früheres Aufnahmedatum ist der auf der Brückenrampe aus den Wendegleisen der Vorortbahnen ausfahrende Straßenbahnzug. 1922 war die Endhaltestelle der Vorortbahnen zum Heumarkt verlegt worden.

Geschrieben: vor fast 6 Jahre


17546_pn_1799_4a13fdf3aaa574d22748e58456e5b334b6a243b9

Ulrich Hermanns  sagt:

Ich stelle zur Diskussion, dass das Foto 10-12 Jahre älter ist. Das Direktionsgebäude ist noch im Bau (errichtet 1906-1913) siehe/Denkmale/4032, auf dem rechtsrheinischen Gebiet ist noch ziemliche Leere zu erkennen, wo 1923 doch schon Bauten für die Messe standen. Möglicherweise sind die Arbeiten für die Geleise des mittleren Bogens der Hohenzollernbrücke noch nicht abgeschlossen. Die Brücke wurde ja Zug um Zug mit dem Abriss der alten Brücke errichtet. Erst wurde die nördliche Bogenreihe gebaut, dann Abriss der alten Brücke und dann erst Bau der mittleren Bogenreihe.

Geschrieben: vor fast 6 Jahre


23401_pn_140_0fbfad577ad66130bde77c8c2e41a68e0391224b

koelner51109  sagt:

Die entfernten Gleise zum mittleren Bogen könnten mit der Verstärkung des Unterbaus für eine Achslast von 20 Tonnen zusammenhängen. Darauf deuten auch die links daneben abgestellten Güterwagen hin. Allerdings waren gerade für die Eisenbahn die Jahre 1923 bis 1930 sehr schwierige Jahre. 1923 besetzten französische und belgische Truppen das Ruhrgebiet zur Sicherung der Reparationszahlungen. Später wird die Besatzung auch auf linksrheinische Gebiete außerhalb des Ruhrgebietes ausgedehnt. Durch "passiven Widerstand" kommt es u.a. zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Besatzung führt daraufhin die sogenannte "Regiebahn" ein. Französisches Personal übernimmt den Betrieb auf den Bahnlinien im besetzten Gebiet. Von der Bevölkerung werden die Regiebahnen gemieden und teilweise erhebliche Umwege oder Fahrzeitverlängerungen durch Reisen mit Klein- bzw. Privatbahnen in Kauf genommen.

Geschrieben: vor fast 6 Jahre