KBE Zug vor der Altstadt am Rheinufer 1965, Frankenwerft, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1965)
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KBE Zug vor der Altstadt am Rheinufer 1965

Frankenwerft (50667 Altstadt-Nord)

Die Frankenwerft ist heute eine nur für Fußgänger zugängliche Straße zwischen Rheinufer und Altstadt. Oft wird sie auch mit der Rheinpromenade gleichgesetzt. Die Frankenwerft verläuft südlich von der Deutzer Brücke bis nördlich zur Hohenzollernbrücke. Nahe der Deutzer Brücke befindet sich der Rheinpegel, mittig der Fischmarkt mit der Kirche Groß St. Martin und nördlich grenzt der Heinrich-Böll-Platz vor der Philharmonie an.

Der Verkehr wird durch den in den 80er Jahren entstandenen Rheinufertunnel geleitet. Vielfältige Gastronomie mit Außenterassen laden insbesondere die vielen Touristen zu einer Pause ein. Im Sommer bevölkern Radfahrer und Jogger die Rheinpromenade, Fahrgäste warten auf die Schiffe der Köln-Düsseldorfer.

In früherer Zeit war hier reger Hafenbetrieb mit Zollamt und Stadtmauer, wovon aber nur noch das wieder aufgebaute Stapelhaus übrig geblieben ist. Der Name "Werft" kommt jedoch daher. Nachdem im Süden 1898 der Rheinauhafen fertig gestellt wurde, verlor die Frankenwerft als Hafenanlage an Bedeutung.


KBE = Köln-Bonner Eisenbahnen Die KBE betrieb im Köln-Bonner Raum mehrere Bahnlinien, heute würde man vielleicht S-Bahnen dazu sagen. Die Linien wurden mit eigenem Rollmaterial betrieben und hatten keine direkte Anbindung an die Straßenbahnen in Köln und Bonn. (..und es gab auch noch keine Verbundtarife, die ein einfaches Umsteigen möglich gemacht hätten!)

Die beiden Hauptstrecken waren die Rheinuferbahn von Köln an der Frankenwerft über Wesseling und die Rheindörfer nach Bonn Rheinuferbahnhof (direkt neben dem HBF Bonn) sowie die Vorgebirgsbahn vom Bahnhof am Barbarossaplatz über Brühl und die Dörfer am Rand des Vorgebirges nach Bonn. Die Linien der KBE wurden in den 70er in Stadtbahnlinien(Linie 16 und 18) überführt, die an die KVB und die Stadtwerke Bonn(SWB) direkt angebunden waren.

Die sog. Silberlinge, Schnellzuggarnituren, verkehrten auf der Rheinuferbahn mit nurf einem Halt in Wesseling. Diese Garnituren waren ca. 120-130 km/h schnell. Leider sind diese Silberlinge bei einem Brand in einer KBE Werkstatt verbrannt.

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koelner51109  sagt:

Das Bild zeigt keine Straßenbahn sondern einen Zug der Rheinuferbahn. Seit dem Kriegsende fuhren in diesem Bereich keine Straßenbahnen mehr. Der Zug besteht aus zwei sog. "Silberlingen" der KBE. Diese Wagen stellten bei ihrem Erscheinen 1960 das Non-Plus-Ultra der Fahrzeuge im Nahverkehr dar. Gebaut ab 1960 erhielt die KBE die Einzeltriebwagen ET 201-ET 204 und die zweiteiligen ET 210-ET 212.

Geschrieben: vor etwa 6 Jahre