Kaiserlicher Transport, Hohenzollernbrücke, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1956)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: 2014

2014 : Kaiserlicher Transport

Hohenzollernbrücke (50667 Altstadt-Nord)

Die heutige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke ersetzte 1911 die damalige Dombrücke, wegen des kastenartigen Aussehens auch Mausefalle genannt. Architekt Franz Schwechtem errichtete die prägnanten Brückenköpfe als neoromanische Wehrbauten. Nach weitgehender Zerstörung 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke nach Kriegsende bis 1959. Die Brückentürme wurden 1958 entfernt. Eine Erweiterung schaffte 1985 Platz für ein drittes Gleispaar.

Die Brücke ist nach den Kaisern der Hohenzollern-Familie genannt. An beiden Enden der Brücke stehen jeweils zwei Reiterdenkmäler. Rechtsrheinisch steht ein Denkmal für Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm I. Auf der linken Rheinseite steht das Denkmal von Kaiser Friedich III und Kaiser Wilhelm II.

Heute ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof.


Da hat sich der Kaiser Friedrich aber ein ungewöhnliches Transportmittel ausgesucht. Mit einer Schnellzuglokomotive wird er von seinem Podest an der Hohenzollernbrücke in den Bahnhof gefahren. Ob da schon eine jubelnde Menschenmenge auf ihn wartet.....?

Dem Fotograf ist ein ungewöhnlicher Schnappschuss gelungen. In dem Moment, da die mächtige Schnellzuglok die Hohenzollernbrücke in Richtung Hauptbahnhof verlässt und dabei am Bronzedenkmal Friedrich III. vorbeifährt, hat er auf den Auslöser gedrückt. Fachleute werden sicher sagen können um welche Loktype es sich handelt. Die Aufnahme ist jedenfalls nach dem Krieg zu einer Zeit entstanden, das bereits die Oberleitungen für die elektrische Zugtraktion aufgebaut waren. Und auch die Leitbleche vorne an der Lok ("Witte-Leitbleche") wurden erst nach dem Krieg verwendet.

Die Schnellzuglokomotiven der Baureihe 03 waren bei einer Leistung von ca. 1900 PS in der Lage zwischen 120 km/h und 130 km/h schnell zu fahren. Die großen Treibräder hatten eine Durchmesser von zwei Metern!

Weitere Fotos aus dem Album "2014"


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Stefan Robertz  sagt:

Danke! jetzt isses klar!

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre


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Ulrich Hermanns  sagt: "Zylinderzahl"

Der dritte Zylinder lag in der Mitte und wirkte auf eine gekröpfte Treibachse. Eine Lok dieser Bauart, Dreizylinder, Baureihe 44, stand bis 2006 vor der Stollwerck Fabrik in Westhoven. Ein Bild dazu findet man hier:http://www.museumslok.de/Daten/Denkmal/44_1085.htm. Wenn man unter Kropfachse sucht und die Bilder aufruft, findet man Fotos derartiger Treibachsen, die wie Kurbelwellen aussehen.

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre


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Stefan Robertz  sagt:

3 Zylinder??? Gradzahlige Zylinderzahlen verstehe ich ja... auf beiden Seiten gleich viele. Aber wie geht 3 Zylinder?

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre


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koelner51109  sagt:

Richtig ist, dass es sich um eine Lok der Baureihe 03 handelt. Hier ist es eine 03.10, eine Dreizylinder Lok die ursprünglich mit einer Stromlinienverkleidung in Dienst gestellt wurde. Nach dem Krieg wurden die 26 bei der Deutschen Bundesbahn verbliebenen Loks ab 1957 mit neuen Kesseln ausgerüstet, ab 1958 beim Bw Hagen Eckesey stationiert aber bereits bis 1966 ausgemustert. Somit kann das Bild nur zwischen 1959 (Elektrifizierung des Hbf abgeschlossen) und 1966 entstanden sein. Die 03 war die "kleinere" Schwester der 01. Deren Achslast lag bei 20 Tonnen, der der 03 bei 18 Tonnen.

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre


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Ulrich Hermanns  sagt:

Vielen Dank für die Information zu der Lok.

Geschrieben: vor mehr als 5 Jahre