Immer noch am alten Standort, Schildergasse, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1905)
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Harry Hoerkens Harry Hoerkens
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Album: Carl Scholz

Immer noch am alten Standort - Carl Scholz

Schildergasse (50667 Altstadt-Nord)

Der Name leitet sich von den Wappenschildmalern ab, die in dieser Strasse ihr Quatier bezogen hatten. Sie waren für das Aussehen der Schilder der Familienwappen verantwortlich, die dann von Blechschlägern, die praktischerweise auch in der Straße lebten, hergestellt wurden.

Neben Gotteshäusern wurden hier in der Vergangenheit unter  anderem auch ein Polizeipäsidium, ein Gefängnis und, das zur seiner Zeit überaus berühmte,  Deutsche Kaffehaus von Franz Stollwerck erbaut. Alle diese Gebäude existieren heute nicht mehr.

Die Schildergasse ist zudem eine beliebte Einskaufsstraße und Bühne für, mehr oder weniger begabte, Straßenkünstler aller Art.


Der Zeitpunkt dieses Fotos lässt sich anhand des Banners, das an dem Geschäft ganz rechts angebracht ist, ziemlich genau eingrenzen. Auf dem Banner steht: "Totalausverkauf wegen Abbruch des Hauses" Das Haus und das mittelalterliche Eckhaus mit der Apotheke wurden 1906 abgebrochen. Heute undenkbar bei einem Haus, dass etwa um 1200 gebaut wurde und seit Ende des 17. Jhdts. die Apotheke beherbergte. Eine Tradition hat sich jedoch erhalten. Die Apotheke, die "Goldkopfapotheke" befindet sich noch immer an gleicher Stelle Ecke Schildergasse und Antonsgasse.

Weitere Fotos aus dem Album "Carl Scholz"


Die Fotos dieses Albums wurden von Carl Scholz seit dem Beginn des 20. Jhdts. aufgenommen. Carl Scholz betrieb auf der Deutzer Freiheit ein Fotogeschäft, das bis nach dem zweiten Weltkrieg Bestand hatte. Fotografen wie er fertigten von ihren Aufnahmen Ansichtskarten, die sie auch selbst vertrieben. Vor der Nutzung moderner Druckmethoden waren diese Ansichtskarten meist Abzüge, die auf photochemischem Wege einzeln hergestellt wurden. Die Abzüge wurden dann rückwärtig mit der bekannten Aufteilung Adressfeld/Schreibfeld und dem Titel bedruckt.

Über einen ehemaligen Mitarbeiter von Carl Scholz, der bei ihm auch seine Fotografenlehre absolvierte, sind die Photos zu uns gekommen. Sein Sohn hat sie uns zur Verfügung gestellt.

Anzumerken ist, dass der größte Teil des Archivs von Scholz im Krieg untergegangen ist.