Hohenzollernbrücke von der Deutzer Seite aus gesehen, Hohenzollernbrücke, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1913)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Hohenzollernbrücke von der Deutzer Seite aus gesehen

Hohenzollernbrücke (50667 Altstadt-Nord)

Die heutige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke ersetzte 1911 die damalige Dombrücke, wegen des kastenartigen Aussehens auch Mausefalle genannt. Architekt Franz Schwechtem errichtete die prägnanten Brückenköpfe als neoromanische Wehrbauten. Nach weitgehender Zerstörung 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke nach Kriegsende bis 1959. Die Brückentürme wurden 1958 entfernt. Eine Erweiterung schaffte 1985 Platz für ein drittes Gleispaar.

Die Brücke ist nach den Kaisern der Hohenzollern-Familie genannt. An beiden Enden der Brücke stehen jeweils zwei Reiterdenkmäler. Rechtsrheinisch steht ein Denkmal für Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm I. Auf der linken Rheinseite steht das Denkmal von Kaiser Friedich III und Kaiser Wilhelm II.

Heute ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof.

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Das vorliegende Foto war Teil einer Werbeschrift der Flender AG aus Düsseldorf-Benrath, die zu Beginn des 20. Jhdts eines der führenden Stahlbauunternehmen für Brücken- und Hallenbau war. Das Unternehmen errichtete in einer Arbeitsgemeinschaft mit weiteren Firmen die insgesamt neun Bögen des stählernen Überbaus.

Die neo-romanischen Steinbauten der flankierenden Türme, der Durchfahrten und der Aufsätze auf den Strompfeilern wurden nach Entwürfen des Architekten Franz Schwechten (1841-1924) gebaut, der in Berlin u.a. die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und den Anhalter Bahnhof entworfen hatte.

Unterhalb der Brücke erkennt man die alte Eisenbahntrasse, die nach Süden über den alten Deutzer Bahnhof am Rheinufer weiterführte. Diese Strecke wurde erst mit dem Bau der Deutzer Hängebrücke ("Hindenburgbrücke") aufgegeben.

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