Hohenzollernbrücke, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1960)
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Walter Dick Walter Dick
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Album: 1960 Rheinbrücken

1960 Rheinbrücken

Hohenzollernbrücke (50667 Altstadt-Nord)

Die heutige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke ersetzte 1911 die damalige Dombrücke, wegen des kastenartigen Aussehens auch Mausefalle genannt. Architekt Franz Schwechtem errichtete die prägnanten Brückenköpfe als neoromanische Wehrbauten. Nach weitgehender Zerstörung 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke nach Kriegsende bis 1959. Die Brückentürme wurden 1958 entfernt. Eine Erweiterung schaffte 1985 Platz für ein drittes Gleispaar.

Die Brücke ist nach den Kaisern der Hohenzollern-Familie genannt. An beiden Enden der Brücke stehen jeweils zwei Reiterdenkmäler. Rechtsrheinisch steht ein Denkmal für Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm I. Auf der linken Rheinseite steht das Denkmal von Kaiser Friedich III und Kaiser Wilhelm II.

Heute ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof.


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Köln als Verkehrsknotenpunkt, "Verkehrskreuz des Westens", ist auch eine Stadt der Brücken. Eine erste feste Brücke errichteten die Römer um 300 n.Chr. Dieses Bauwerk hatte wohl nur bis zum Ende des römischen Reiches Bestand. Ab 1825 gab es eine Schiffbrücke, die auf einer Reihe von Booten einen Übergang über den Rhein schuf. Eine feste Brücke gab es erst wieder ab 1859, als die Dombrücke als kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke fertiggestellt wurde. 1909 folgte die Südbrücke als Eisenbahnbrücke mit Gehwegen und 1915 wurde die Deutzer Hängebrücke eingeweiht, die die Schiffbrücke ersetzte. Die Dombrücke war inzwischen, 1913, durch die viergleisige Hohenzollernbrücke ersetzt worden, die wiederum mit einer Straßenbrücke kombiniert war.

Im Jahre 1928 wurde die Fertigstellung der Mülheimer Brücke gefeiert, die die ehemals selbständige Stadt Mülheim mit Riehl verband. Als letzte der Kölner Vorkriegsbrücken entstand bis 1941die Rodenkirchener Autobahnbrücke.

Alle diese Brücken wurden im Kriege entweder durch Sprengung oder durch Einsturz zerstört.

Als erste Brücke wurde die Südbrücke im Jahre 1946 provisorisch als eingleisige Eisenbahnbrücke für den Verkehr freigegeben. Zwei Jahre später erfolgte die Einweihung der provisorisch wiederhergestellten Hohenzollernbrücke als zweigleisige Eisenbahnbrücke mit seitlichen Gehwegen und kurz darauf die Einweihung der neugebauten Deutzer Brücke, die damals die erste Stahlkastenbrücke der Welt war. Die Mülheimer Brücke wurde als Hängebrücke bis 1951 wieder aufgebaut. Auch die Rodenkirchener Autobahnbrücke war im Jahre 1952 wieder aufgebaut, auch sie in der alten Form als Hängebrücke.

Schon bald stellte sich heraus, dass diese "alten" Brücken dem wachsenden Verkehr nicht mehr gewachsen waren. Diesen Überlegungen folgend entstanden die Severinsbrücke (1959) und die Zoobrücke (Einweihung 1966)

Die Leverkusener Brücke (Eröffnung 1965), die im Kölner Norden den Autobahnring um Köln schließt, muss mindestens zur Hälfte den Kölner Brücken zugerechnet werden, da sie auf Kölner Gebiet zwischen Niehl und Merkenich beginnt über den Rhein nach Leverkusen führt.