Hohenzollernbrücke, Hohenzollernbrücke, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1928)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Hohenzollernbrücke

Hohenzollernbrücke (50667 Altstadt-Nord)

Die heutige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke ersetzte 1911 die damalige Dombrücke, wegen des kastenartigen Aussehens auch Mausefalle genannt. Architekt Franz Schwechtem errichtete die prägnanten Brückenköpfe als neoromanische Wehrbauten. Nach weitgehender Zerstörung 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke nach Kriegsende bis 1959. Die Brückentürme wurden 1958 entfernt. Eine Erweiterung schaffte 1985 Platz für ein drittes Gleispaar.

Die Brücke ist nach den Kaisern der Hohenzollern-Familie genannt. An beiden Enden der Brücke stehen jeweils zwei Reiterdenkmäler. Rechtsrheinisch steht ein Denkmal für Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm I. Auf der linken Rheinseite steht das Denkmal von Kaiser Friedich III und Kaiser Wilhelm II.

Heute ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof.


Hier ein Blick auf Westseite des Bauwerks. Die Zufahrt ist von burgenähnlichen Portalen mit zwei Flankierungstürmen überbaut. So wie die Durchfahrt der Rheinuferstraße sind diese Bauten im historisierenden Stil der Neo-Romanik errichtet worden. Zu den Schmuckbauten, die in ähnlicher Weise auf der rechten Rheinseite das Brückenbauwerk nach Osten abschlossen, gehörten auch die Burgtürmen ähnlichen Aufbauten auf den Strompfeilern. Architekt dieser Bauteile war Franz Schwechten (1841-1924), der unter Anderem auch die Entwürfe für die ebenfalls im neo -romanischen Stil gehaltene Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche und deren Umgebung ("Romanisches Viertel") in Berlin geliefert hatte. Alle diese Zusatzbauten wurden entweder im Kriege zerstört oder aber in den 50er Jahren abgerissen.

Und da die Konstrukteure der Tragwerkskonstruktion bei solchen Bauwerken oft ungenannt bleiben, hier diesmal die Namen der "Stahlbauer" Ober-Regierungs- und Baurat bei der Kgl. Preussischen Eisenbahndirektion Köln Fritz Beermann (1856-1928) und Eisenbahn-Bau und Betriebsinspektor Fritz Dircksen (1874-1907).

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