Hohenzollenbrücke und Busbahnhof, Am Domhof, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1950)
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Karl-Heinz Wolff Karl-Heinz Wolff
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Hohenzollenbrücke und Busbahnhof

Am Domhof (50667 Altstadt-Nord)

Der Weg "Am Domhof" verbindet den Kurt-Hackenberg-Platz mit der Trankgasse (Altstadt-Nord) und führt vom Vorplatz des Museum Ludwig her über die östliche zur nordöstlichen Domseite. Historisch gesehen war der Domhof der Sitz des Erzbischofs als Kirchenfürst und Stadtherr. Die Hofanlage beinhaltete auch mehrere Kirchen.


Die Hohenzollernbrücke war die einzige Kölner Brücke, die nicht wesentlich durch Bomben beschädigt worden war. Sie wurde am 6. März 1945 durch Pioniere der zurückflutenden deutschen Truppen gesprengt.

Auf diesem Foto ist die Hohenzollernbrücke schon teilweise wieder aufgebaut. Unmittelbar nach dem Kriege und nach der Räumung des Flussbettes waren die beiden Strompfeiler notdürftig wiedererrichtet worden. Die uferseitigen Bögen, die im Wesentlichen unversehrt waren, wurden angehoben und auf die neuen Pfeiler gesetzt. Die Lücke schloss man mit einer  provisorischen Konstruktion aus FertigFoto Nr.:43455teilen, dem sogenannten RKG Gerät. Damit hatte die vielbefahrene zunächst wieder zwei Geleise, die aber nur sehr langsam befahren werden konnten.

Im Jahre 1952 ersetzte man die provisorische Konstruktion des Mittelteils durch einen Bogen in der ursprünglichen Form. Zwischen 1956 und 1958 wurde ein zweiter Bogen über die Flussmitte errichtte, so dass die Brücke dann wieder über vier Bahngleise verfügte.  Zwischen 1986 und 1987 wurde im Norden eine weitere Bogenreihe mit zwei Geleisen angefügt, so dass die Hohenzollernbrücke heute über sechs Gleise verfügt.

Die aufwändigen uferseitigen Portalbauten und Türme wie der geamte neo-romanische Bauschmuck der Zeit vor dem ersten Weltkrieg wurden bis Ende der 50er Jahre nach und nach abgerissen.

Den südlichen Teil, ursprünglich eine Brücke für den Straßenverkehr, baute man nach dem Kriege nicht mehr auf. Links von der Brücke erkennt man noch die schräg ansteigende Rampe des ehemaligen Straßenteils. (Übrigens: Die Stadt Köln als Eigentümerin des Straßenteils verkaufte 1948 einen der Straßenbögen an die Stadt Duisburg. Im Ruhrorter Hafen überquert dieser Bogen als "Karl-Lehr-Brücke" bis heute die Ruhr.)

Vor der Brückenrampe wurde Anfang der 50er Jahre ein Busbahnhof errichtet, von dem aus Regional- und Reisebusse abfuhren bzw. ankamen. Auf diesem Bereich entstand in den 80er Jahren der Komplex des Museum Ludwig und der Philharmonie.

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