Häuserfront des Martinsviertels, Frankenwerft, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1937)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Häuserfront des Martinsviertels

Frankenwerft (50667 Altstadt-Nord)

Die Frankenwerft ist heute eine nur für Fußgänger zugängliche Straße zwischen Rheinufer und Altstadt. Oft wird sie auch mit der Rheinpromenade gleichgesetzt. Die Frankenwerft verläuft südlich von der Deutzer Brücke bis nördlich zur Hohenzollernbrücke. Nahe der Deutzer Brücke befindet sich der Rheinpegel, mittig der Fischmarkt mit der Kirche Groß St. Martin und nördlich grenzt der Heinrich-Böll-Platz vor der Philharmonie an.

Der Verkehr wird durch den in den 80er Jahren entstandenen Rheinufertunnel geleitet. Vielfältige Gastronomie mit Außenterassen laden insbesondere die vielen Touristen zu einer Pause ein. Im Sommer bevölkern Radfahrer und Jogger die Rheinpromenade, Fahrgäste warten auf die Schiffe der Köln-Düsseldorfer.

In früherer Zeit war hier reger Hafenbetrieb mit Zollamt und Stadtmauer, wovon aber nur noch das wieder aufgebaute Stapelhaus übrig geblieben ist. Der Name "Werft" kommt jedoch daher. Nachdem im Süden 1898 der Rheinauhafen fertig gestellt wurde, verlor die Frankenwerft als Hafenanlage an Bedeutung.


Nach der Aufschüttung des Fahrdamms der breiten Rheinuferstraße liegen die Hauseingänge unter dem Straßenniveau. Das Bild des Stadtpanoramas vor Groß St. Martin kann nicht über den schlechten Zustand der Häuser hinwegtäuschen. Man erkennt an den drei Häusern links, wie marode die Bausubstanz damals war. Das Marinsviertel im Zustand der 30er Jahre würde man heute als Sanierungsgebiet bezeichnen, sowohl was die Bausubstanz als auch die Bevölkerungsstruktur angeht. Ab 1937/38 wurde das Viertel umgestaltet. In dem engen, seit Jahrhunderten zugebauten Viertel wurden Plätze angelegt, der Großteil der Häuser, teilweise aus dem Mittelalter wurde nicht etwa saniert oder restauriert sondern schlicht abgerissen und durch Neubauten in einem pseudo-mittelalterlichen Stil ersetzt. Der Wiederaufbau nach dem Kriege erfolgte im selben Stil, so dass die Gegend, die heute "Altstadt" genannt wird, eigentlich nur noch eine Kulisse darstellt.

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