Groß St. Martin und Stapelhaus, Fischmarkt, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1946)
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Hubert Odenthal Hubert Odenthal
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Album: Zerstörte Kirchen 1946

Zerstörte Kirchen 1946 : Groß St. Martin und Stapelhaus

Fischmarkt (50667 Altstadt-Nord)

Der Fischmarkt verbindet die Mauthgasse mit der Frankenwerft. Fisch war im mittelalterlichen Köln durch Fasten und Feiertagsgebote ein wichtiger Handelszweig und in konservierter Form ein bedeutendes Exportgut. Hiermit in Zusammenhang steht das angrenzende Stapelhaus, in dem Handelswaren gelagert wurden. Da Köln das sogenannte Stapelrecht besaß, mussten auf dem Rhein reisende Händler ihre Waren in Köln ausladen und anbieten, wodurch Köln zu einem wichtigen Umschlagplatz des rheinischen Handels wurde. Verderbliche Güter wie Fisch wurden während ihrer Zeit an Land häufig neu verpackt und mit frischer Salzlake versehen. In Köln wechselten zudem die Schiffer den Schiffstyp von "Hochländern" für den Mittel- und Oberrhein auf "Niederländer" zur Befahrung des Niederrheins und umgekehrt.

Der Fischmarkt ist ein Teil der berühmten Rheinuferpromenade zwischen Kölner Dom, Hohenzollernbrücke, Museum Ludwig und Groß Sankt Martin.


Die Luftangriffe des zweiten Weltkrieges haben größte Schäden an dieser romanischen Kirche verursacht, der Vierungsturm und die Flankierungstürmchen sind bis auf einen Rest eingestürzt, ebenso die oberen Teile der drei Konchen. Es sollte 40 Jahre dauern diese Kirche wieder soweit herzurichten, dass sie für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Rechts daneben die Ruine des Stapelhauses. Der Treppenturm aus dem 19. Jhdt.  wirkt nahezu unversehrt, ansonsten sind nur noch Teile der mittelalterlichen Aussenmauern vorhanden. Leider hat man diese alten Relikte vor dem Wiederaufbau Anfang der 60er Jahre tatsächlich auf einen Trümmerberg gefahren, so dass  von der mittelalterlichen Bausubstanz nicht mehr übrigblieb.

Weitere Fotos aus dem Album "Zerstörte Kirchen 1946"