Groß St. Martin mit Fischmarkt, Fischmarkt, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1890)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Groß St. Martin mit Fischmarkt - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Fischmarkt (50667 Altstadt-Nord)

Der Fischmarkt verbindet die Mauthgasse mit der Frankenwerft. Fisch war im mittelalterlichen Köln durch Fasten und Feiertagsgebote ein wichtiger Handelszweig und in konservierter Form ein bedeutendes Exportgut. Hiermit in Zusammenhang steht das angrenzende Stapelhaus, in dem Handelswaren gelagert wurden. Da Köln das sogenannte Stapelrecht besaß, mussten auf dem Rhein reisende Händler ihre Waren in Köln ausladen und anbieten, wodurch Köln zu einem wichtigen Umschlagplatz des rheinischen Handels wurde. Verderbliche Güter wie Fisch wurden während ihrer Zeit an Land häufig neu verpackt und mit frischer Salzlake versehen. In Köln wechselten zudem die Schiffer den Schiffstyp von "Hochländern" für den Mittel- und Oberrhein auf "Niederländer" zur Befahrung des Niederrheins und umgekehrt.

Der Fischmarkt ist ein Teil der berühmten Rheinuferpromenade zwischen Kölner Dom, Hohenzollernbrücke, Museum Ludwig und Groß Sankt Martin.


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

Auf der Rheininsel vor dem römischen Hafen soll nach Überlieferungen in karolingischer Zeit eine Lagerhalle als Kirche genutzt worden sein. Der baulustige Erzbischof Bruno (953-965) gründete dann das Kanonikerstift. Die Umwandlung in eine Benediktinerabtei soll um 990 erfolgt sein. Das Kloster wurde mit Schottenmönchen besetzt. Von den Anfängen ist nur bekannt, dass durch den hl Anno Mitte des 11. Jahrhunderts ein Bau mit zwei Türmen versehen worden sein soll. Diese fielen jedoch dem großen Stadtbrand 1150 zum Opfer. Ein Neubau wurde erstellt, der 1172 fertiggestellt war, und von Erzbischof Philip von Heinsberg am 11.5.1172 eingeweiht wurde. Aber bereits 1185 wurde wieder, auch dieser Bau, durch ein Feuer vernichtet .Danach beginnt man mit dem romanischen Bau in der heutigen Gestalt. Die Kirche wurde unter der Leitung des Meisters Ruckgans nach dem Vorbild von Maria im Kapital erbaut. Der mächtige Turm wurde erst im Jahre 1185 nach einem weiteren Brand errichtet und 1220 vollendet.1378 zerstörte ein in der Nähe der Kirche ausgebrochener Brand die Bedachung des Turmes. Die Erneuerung erfolgte dann durch Stiftungen, Durch einen Orkan im Jahre 1434 brachen drei Giebel ein, die den Hauptturm krönten, und durchschlugen das Dach. Kurzfristige wurde der Schaden repariert und im Turm 1436 eine Glocke aufgehängt. 1527 stürzte ein Flankierungsturm ein und zerstörte die Marienkapelle, die 1539 wieder aufgebaut wurde. Quellen: u. A. Die Kirchlichen, Denkmäler der Stadt Köln von Paul Clemen Lithografie nach einem Bild von Scheiner

Weitere Fotos aus dem Album " Köln im Wandel der Zeit 1800-1900"