Geschäftshäuser an der Komödienstraße, Komödienstr., 50667 Köln - Altstadt-Nord (1957)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: 50er und 60er Jahre

50er und 60er Jahre : Geschäftshäuser an der Komödienstraße

Komödienstr. (50667 Altstadt-Nord)

Als um 1782/1783 in dieser Straße das erste Theater Kölns mit festem Haus gebaut wurde trug die Straße noch den Namen "Schmierstraße".Dieser leitete sich ab von den lange Zeit dort ansässigen Fetthändlern, den "smermengere".

Das Theater bestand knapp 70 Jahre. dann wurde es bei einem Brand Opfer der Flammen. Ebenso das nachfolgende Haus an gleicher Stelle, dem sogar nur 7 Jahre nach seiner Errichtung 1862 vergönnt waren. Danach wechselte das Theater seinen Standort und war an der Glockengasse zu finden.

Alte Überreste finden sich noch in Form von Mauerresten der römischen Stadtmauer, etwa an der Kreuzzung Tunisstraße.

Im Mittelater wurde an der Straße auch das St. Andreaskloster mitsamt  dazugehöriger Kirche gegründet. In der Krypta liegt Albertus Magnus begraben. Der Weg der Komödienstraße führt zum Zeughaus, dem Kölnischen Stadtmuseum, mit Exponaten aus dem Mittelalter bis zur Neuzeit.


Die Komödienstraße wurde in der Nachkriegszeit durch die Rücknahme der südlichen Fluchtlinien nachhaltig verbreitert. In dem Bereich zwischen der Komödienstraße und der südlich dahinter liegenden Burgmauer entstanden eine Reihe von modernen Wohn- und Geschäftshäusern. Lange Zeit waren sie eine Adresse für hochwertigen Einzelhandel wie z.B. Büchereien und Juweliere. Diese wurden in den letzten Jahren teilweise durch Andenkenläden und Läden für Tourismusbedarf abgelöst. In der Mitte des Bildes erkennt man eine künstlerische, keramische Fassadenverkleidung (Herdersche Buchhandlung) im typischen Stil der Zeit.

Weitere Fotos aus dem Album " 50er und 60er Jahre"


Das Album zeigt private farbige Fotos (Diapositive) aus den späten 50er Jahren. Das Opernhaus ist fertiggestellt (Mai 1957) und auch die neue Halle des Hauptbahnhofs (Sept. 1957). Die Türme der Randbebauung an der Hohenzollernbrücke stehen noch. Sie werden erst 1958 abgerissen werden.

Weitere Bilder (schwarz-weiß)sind wohl von einem Berufsfotografen auf Glasplatten aufgenommen worden. Neben Fotos von Bauten und Fassaden werden auch Fotos der Inneneinrichtungen verschiedener Lokale veröffentlicht, die zeittypische Innenarchitektur von Gaststätten, Restaurants etc. zeigen.

Das Album soll weiter ergänzt werden mit Fotos aus diesen beiden Jahrzehnten.